Namen gibt es, bis dato, noch keine. Sendungen auch nicht. Schließlich ist das, woran Österreichs neue Fernsehdirektorin, Kathrin Zechner, offiziell seit mittlerweile einem Monat arbeitet, noch immer geheime Kommandosache.
Zu dieser gab’s vergangene Woche zwar nach wie vor keine Details (und auch keine Interviews). Dafür ein Pressefrühstück. Und ein paar klare Ziele. Sie will, sagt die ehemalige Musical-Intendantin, „mehr ausprobieren“ und „mehr Mut beim Programmmachen“.
Eine Daily Soap, aber kein Frühstücksfernsehen
Sie will, so Kathrin Zechner weiter, wieder eine Daily Soap und wieder mehr Reality-Formate. Sie will bei Diskussionen mehr Recherche. Sie würde gerne Frühstücksfernsehen machen, „kann es mir aber nicht leisten“. Und: Sie will eine klare Positionierung für ORF eins und ORF 2. Soll heißen: einen „jungen, urbanen, österreichischen Sender“ (ORF eins) und einen „heimatverbundenen Sender mit Fenster zur Welt“ (ORF 2). Channel-Manager, wie immer wieder propagiert, wird es für diese beiden vermutlich keine geben. Zumindest gab es dafür weder eine Ausschreibung noch Bewerbungen.
Dafür sollen sich über 20 Kandidaten für die im Dezember ausgeschriebene Leitung der Hauptabteilung „Programminnovation und Qualitätsmanagement“ beworben haben. Aussichtsreichster Kandidat: der gebürtige St. Pöltner und derzeitige Radio-Chefredakteur Stefan Ströbitzer. Der stand auch auf einem Dreiervorschlag, den der Redakteursrat der neuen TV-Direktorin letzte Woche auf den Tisch gelegt hat (gemeinsam mit Dodo Rosic und Klaus Unterberger). Wann die Frau Direktor ihren neuen Programmentwickler gefunden haben will? „In den nächsten Tagen“, so Zechner.
PLÄNE / Erst ab Herbst will ORF-TV-Direktorin Kathrin Zechner ihre ersten Neuentwicklungen auf Sendung schicken. Und wünscht sich dafür vor allem eines: mehr Mut.
Was die Frau Direktor will
„Ich will nicht sanieren, sondern optimieren“: Kathrin Zechner über ihre (Programm-)Ziele. APA






