Was für Theater, Kino und Museen gilt, gilt fürs Fernsehen erst recht: Die Jugend von heute ist das Publikum von morgen. Nur: Schauen die überhaupt noch fern, die Jungen? Was schauen die? Wie schauen die? Und: Was wollen die überhaupt sehen?
All das hat Österreichs Institut für Jugendkulturforschung für die jüngste ORF-Studie in Sachen Public Value untersucht. Und dazu 100 junge Leute zwischen 14 und 29 und von Niederösterreich bis Vorarlberg befragt. Das Ergebnis: Einen Fernseher hat jeder. Nur nutzt ihn auch jeder anders.
Gerade mal 2,4 Prozent von Österreichs 14- bis 29-Jährigen hatten 2011 kein TV-Gerät. Dafür hatten immerhin 26 Prozent drei oder mehr Geräte im Haushalt. Über einen Computer verfügen 93,3 Prozent, über Internetzugang 88,8, über einen DVD-Player 75,4 und über einen Facebook-Account 44,0 Prozent.
Fiction statt Fakten zählt bei jungen Sehern
Was beim Fernsehen für die Jungen das Wichtigste ist? Fiction statt Fakten. Unterhaltung statt Information. „Couchen“ sagen Jugendforscher dazu. Gerade mal 23 Prozent der 14- bis 29-Jährigen holen sich ihre Politik-Infos aus dem TV, 26 Prozent aus dem Internet, 22 Prozent aus Zeitungen.
Und wie kommen die Jungen an ihre Infos? Durch Suchen (das sind, so die Studien-Autoren, die so genannten „Info-Seeker“), durch Scannen (das sind die „Info-Scanner“) – oder gar nicht (die „Info-Avoider“). Was ihnen allen, nicht nur im ORF, fehlt: ein junges Info-Magazin.






