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29.01.2012 | 21:09 |
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Der Klassenkampf wird zum Stilmittel der Politik
knabl_kommentar
LEITARTIKEL VON HARALD KNABL

Neue Steuern braucht das Land, meint zumindest die SPÖ. Und hat als Lösung für die Schuldenbremse ein Rezept parat: den Klassenkampf. Bezahlen sollen für die Fehler der Vergangenheit die Besserverdiener. Im neuen SPÖ-Deutsch, welches sehr an Karl Marx erinnert, die Reichen. Vom Sparen wollen die Sozialdemokraten wenig hören. Und weil sich der Koalitionspartner in einer akuten Notlage befindet, glaubt man sich siegessicher.
 
Als Bruno Kreisky in den Siebzigerjahren das Ruder übernahm, schienen dem „Big Spending“ keine Grenzen gesetzt. Österreich genoss, das ist unbestritten, den Wohlstand. Auf Pump, wie sich später herausstellte. Warnende Stimmen, vornehmlich von der ÖVP kommend, wurden von der allgemeinen Feierstimmung überdröhnt, die Schwarzen bei mehreren Wahlgängen vom Volk als verzopft verblasen und solange abgestraft, bis sie sich dem Erfolgsrezept der roten Reichshälfte beugten und beim Geldausgeben mitmachten. Das Ergebnis: mehrere Steuerreformen, die wir uns eigentlich nicht leisten konnten, Wahlzuckerl, deren Finanzierbarkeit nie möglich war.
 
Das Ergebnis: Die ÖVP steht in der Doppelmühle. Sie muss in ihrer Verantwortung als Koalitionspartner die Schuldenbremse mitgestalten und bekommt dafür auch ordentlich Fett ab. Weil die SPÖ die Staatskassensanierung vornehmlich auf dem Buckel der Besserverdiener verwirklichen will, kommt die ÖVP dafür in Ziehung. Der SPÖ gelingt dadurch wenigstens ansatzweise, das eigene Klientel bei der Stange zu halten, der ÖVP laufen aus genau diesem Grund die Wähler davon. Eine verzwickte Situation aus schwarzer Sicht. Eigentlich eine ohne wirklichen Ausweg.
 
Ob die Vermengung der Themen Staatssanierung und Parteitaktik moralisch zur Notlage (in der wir uns zweifelsohne befinden) passt, darf man sich zwar fragen, ist aber, so der Masterplan der SPÖ, zweitrangig. Spätestens 2013 wird wieder gewählt. Dem Ziel, weiterhin bestimmend an der Macht zu bleiben, wird auch der koalitionäre Konsens untergeordnet. Und beachtet man die Tonalität diverser roter Vertreter, dann wird die Grundrichtung der SPÖ für die kommenden Monate klar: Der Klassenkampf wird zum Stilmittel nicht nur für die Schuldenbremse.





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30.01.2012 06:35

(0)
Ist es denn schon Klassenkampf,
wenn man an eine Vermögenssteuer denkt? Alle Statistiken sagen, dass sich Vermögen immer mehr in einer kleinen Schicht anhäuft, die breite Masse wird ärmer. Da läuft was schief, das muss korrigiert werden. Johanna Mikl-Leitner hat es gesagt, und sie hat Recht. Bloß ihre Partei-Schakeln wollen nicht hören, was die Basis längst sagt.
Klassenkampf ist es aber tatsächlich, wenn SPÖ-Vordenker Muhm mit der Schlagzeile punktet, 13, und 14. Monatsgehalt der Bestverdiener gehören höher besteuert. Trifft, sagt er selber, exakt 12.000 Österreicher. Damit hat er nichts gewonnen, außer dass Neidhammel mitheulen.
unbekannt
30.01.2012 09:15

(0)
Schön gesagt Johannes!
Füge noch hinzu: 800 Milliarden neue Schulden des Staates in der BRD in den letzten zehn Jahren stehen 1100 Milliarden Zugewinn der Privat Vermögen gegenüber.

Das sagt allles oder?
Fink
30.01.2012 23:26

(0)
Die SPOe
*
bleibt halt der ewige Pudel der OeVP.
Fink
31.01.2012 09:21

(0)
Wieviele Klassen
gibts in Oesterreich und wie heissen die?
30.01.2012 09:10

(1)
Das Wort " Klassenkampf " hat sich ....
....bei den schwarzen zu einer abnick - gemeinschaft gemausert ! klassenkampf ist die kondensmilch der lammfrommen denkungsart ! deshalb ist es das lieblingswort von demagogen schwarzen coleurs. es leitartikelt sich mit hilfe des wortes aber auch ganz von allein, es schreibt sich der rest wie vn selbst, gewissermaßen vollautomatisch ! es gibt journaisten die etwas geschenkt bekommen, nicht nur " mitreisen " mit größen des landes, auch gefälligkeiten oder schöne produkte wie einladungen ganz privat zur gedankenauffrischung ! es muß dann in der zeitung nur gut klingen, darf nicht auffallen als pluralismus ! das wort klassenkampf ist deshalb auch perfekt ! jedoch ist ein solches wort nicht geeignet für einen leitartikler, der auch keine lösungen für die krise parat zu haben scheint ! in der krise kann eben jeder sein süppchen kochen - auch der herr chefreaktor !
Fink
30.01.2012 09:23

(1)
Dass es bei der OeVP nur Besserverdienende gibt
ist ja nur eine reine Annahme.

Deswegen ist ja auch der Ausdruck "Klassenkampf" in diesem Zusammenhang reiner "Holler".

Es geht halt wiederum einmal ums liebe Geld der SPOeVP Bonzen.

Oft sind es eben Volkstumdifferenzen die Leute zu OeVP Waehlern werden lassen.
So wird die OeVP Katholiken-Sekte wohl kaum die SPOe gruene Juden-Sekte waehlen, welche Politik diese auch immer verfolgt.
Und umgekehrt. Man findet sich halt praktischerweise zu einer Abraham-Koalition gegen die Deutsch-Oesterreicher zusammen.

Auch den Messias-Kreisky haette es ohne den Steigbuegelhalter Peter nie gegeben. So beruht der Erfolg Kreiskys letztendes auf der von der SPOe so oft geschmaehten FPOe.
Fairerweise muesste jetzt der Faymann dem Strache die Steigbuegel halten.

Leider kann man sich nicht die Zuckerln aus jeder Partei herauspicken ohne sein Volkstum zu verraten,
und eine weltanschauungsfreie Partei gibt es nun einmal nicht.
*****
Der Haken bei der ganzen Sache fuer die SPOeVP ist, dass jetzt erst alle 5 Jahre gewaehlt wird. Zuerst als Fortschritt des Machterhalts der SPOeVP gepriesen um damit Wahlzuckerln, wie die Hackler-Pension, zu vermeiden stellt sich diese Verlaengerung der Legislaturperiode nun als ein schwerer taktischer Fehler heraus.

Die SPOeVP ist jetzt unter Zugzwang das Totsparpaket vor den naechsten Nationalratswahlen 2013 durchzusetzen.
Dieser Zeit-Druck zwingt die Koalitionsparteien den Schwarzen-Peter fuer das Einkommensverlustpaket (weil gespart wird ja Nichts) dem jeweils Anderen zuzuspielen.

Der Zugzwang der SPOeVP wird aber dann der FPOe die Wechsel-Waehler massenhaft zutreiben; solange sich die FPOeler nicht durch durchschaubare Provokationen provozieren lassen.

Deswegen:

"Pass auf wost sogst."
"Red kan Schas".

Muesste jetzt die Devise der FPOe sein um die naechsten Nationalratswahlen zu gewinnen.

http://www.parlament.gv.at/PERK/FAQ/WAHL/
Nungos
01.02.2012 12:57

(1)
Knabls Klassenkampf
Lieber FINK!
Gut gezwitschert! Muss Dir fast 100%ig Recht geben. Ein Wort noch zu Kreiskys keynsianischem deficit spending: das bedeutete sofortige Rückzahlung des Kredites bei Besserung der Wirtschaftslage! Nur was ist dann wirklich geschehen? Es wurden neue Schulden aufgenommen - der Anfang der Überschuldung, die bisher den Bürger und Steuerzahler fast das ganze betriebliche Staatsvermögen (Vöest; Böhler, Post, ÖBB, Telekom, ÖMV, BIG usw.usw.wsw.) gekostet hat! Wer dabei mitverdient hat soll ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss an den Tag bringen. Haha! Die Täter sitzen über sich selbst zu Gericht!
02.02.2012 06:18

(1)
Finks Wirtshaus-Pöbeleien
Ich halte es eher für Krächzen als Zwitschern, was Fink da absondert: Alles Gauner und Verbrecher da in SPÖ und ÖVP. So sieht der kleine Heinzi die Welt.
Aber Roda hat Recht: Wir sind uns nicht mehr bewusst, dass man Schulden auch in absehbarer Zeit zurückzahlen muss. Jeder Private weiß das, als Staatsbürger glauben wir, der Staat ist eine ewige Quelle von Milch und Honig. Der Sozialstaat kostet viel Geld, und das wollen wir uns auch leisten. Dafür brauchen wir Steuer- und Vermögensgerechtigkeit. Da ist einiges aus dem Lot, und das gehört repariert.
roda
01.02.2012 17:51

(1)
Kein Klassenkampf - STEUERGERECHTIGKEIT !!!
Da schröpft man schon jahrelang den kleinen, lohnsteuerpflichtigen Arbeitnehmer auf Betreiben der ÖVP (siehe beispielsweise die Eisenbahnerhetze), aber kaum wäre einmal das eigene Klientel, sprich die Vermögenden, betroffen, dann wird gleich von "Klassenkampf" dahergefaselt.
Was soll das überhaupt?
Vermögensbezogene Steuern schließen doch die anderen Reformen nicht aus, oder?
Die ÖVP wehrt sich eben mit Händen und Füßen gegen einen Abbau der Privilegien ihres Klientels.
Und bei der Gelegenheit sei noch erwähnt - auch auf die Bauern nicht vergessen(Pauschalierungen, Einheitswerte, etc.).
Steuergerechtigkeit muß das Ziel sein, nicht die Aufrechterhaltung von Steuerprivilegien!


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