BILANZ
h.servus@noen.at
Die gute Bilanz des Handels über das diesjährige Weihnachtsgeschäft zeigt: Wir Konsumenten haben nicht nur im Krisenjahr 2009 die Wirtschaft kräftig angekurbelt, sondern auch im „Übergangsjahr 2010“ dafür gesorgt, dass die Umsätze wieder nach oben gehen. Der Privatkonsum hat sich somit – allen Unkenrufen zum Trotz – als höchst stabiler Faktor in der heimischen Wirtschaft erwiesen: Er hat viel zur Überwindung der Krise beigetragen.
Wie wird’s weitergehen? Die Wirtschaftsforscher gehen auch in den nächsten beiden Jahren von einem Wirtschaftswachstum rund um 2 Prozent aus.
Ein Wachstumstreiber wird – so meinen die Forscher – dabei weiter der Privatkonsum bleiben, der jährlich um gut 1 Prozent ansteigen wird. Das ist nicht schlecht – vor allem, wenn man berücksichtigt, dass das Sparpaket den privaten Konsum etwas eindämpfen wird.
Als weiterer Wachstumstreiber wird sich in den nächsten beiden Jahren wohl wieder der Export erweisen, der nach dem massiven Einbruch im Krisenjahr 2009 schon heuer mit 10 Prozent Wachstum Rekordniveau erreicht hat. Jetzt wird sich – sagen die Forscher – das Exportwachstum vor Vorkrisenniveau (7 bis 8 Prozent jährliches Wachstum) einpendeln.
Können wir mit diesen guten Voraussetzungen die Krise abhaken und einem selbsttragenden Aufschwung vertrauen?
Wohl noch nicht ganz: Sorgen bereitet immer noch die schwache Investitionsnachfrage, die noch immer rückläufig ist. Es wird noch einige Monate dauern, bis das Vertrauen der Unternehmer in die Wirtschaft wieder restlos hergestellt sein wird. Dann wird man sich auch wieder trauen, mehr zu investieren.

















