Bis zur Verleihung dauert es noch, aber die Würfel, wer die Niederösterreichischen Kulturpreise 2011 bekommen wird, sind längst gefallen.
Die mit je 11.000 Euro dotierten Würdigungspreise werden Gunter Damisch (Kategorie bildende Kunst), Herbert J. Wimmer (Literatur), Isabella Suppanz (darstellende Kunst), Robert F. Hammerstiel (Medienkunst), Bernd Richard Deutsch (Musik) und Leopold Schabauer (Volkskultur) erhalten. Den Franz-Stangler-Gedächtnispreis bekommt Hans Ströbitzer.
Den größten Namen unter ihnen hat Gunter Damisch, Professor an der Akademie am Schillerplatz und ein Neuer Wilder. Herbert J.Wimmer, einst Lebensgefährte von Elfriede Gerstl, weist ein hochkomplexes, aber kaum bekanntes künstlerisches Œuvre vor. Isabella Suppanz tat viel für „ihr“ Landestheater; trotzdem wird man den Verdacht nicht los, dass der Preis ein Trostpflaster für ihren Abgang ist. Robert F. Hammerstiel ist ein anerkannter Medienkünstler, Bernd Richard Deutsch ein geachteter Komponist. An allzu viel Popularität leiden sie ebenso wenig wie Leopold Schabauer.
Das alles mindert die künstlerische Potenz und die persönliche Integrität der Ausgezeichneten keineswegs. Trotzdem stellt sich die Frage, ob man die Kulturpreise nicht endlich auf neue Beine stellt. Für Preise dieser Größenordnung genügt nicht nur Qualität, es bedarf auch der Bekanntheit und der Popularität. Sonst wendet sich das Publikum desinteressiert ab. Und das wäre sehr kontraproduktiv.






