Es war kein üblicher Besuch eines Landeshauptmannes bei einem Staatspräsidenten und einem Premierminister. Es war ein freundschaftlicher Staatsbesuch, der von einer riesigen Schar von bulgarischen Medien begleitet wurde. Landeshauptmann Erwin Pröll war der erste internationale Staatsgast, den der neue bulgarische Staatspräsident Rosen Plevneliev empfing. Danach traf er mit Premierminister Boyko Borissov zusammen, den er um Unterstützung im Kampf gegen die Schlepperbanden ersuchte.
Dass Erwin Pröll mit seiner Delegation in Sofia so freundschaftlich aufgenommen wurde, kommt nicht von ungefähr. Seit einigen Jahren gibt es enge Verbindungen zwischen Bulgarien und Niederösterreich. Einer der wichtigsten Faktoren ist dabei die EVN, die in Bulgarien bislang sehr gute Arbeit geleistet hat. Etwa mit der Cogenerationanlage in Plovdiv, die rund 40.000 Kunden mit Strom und Wärme versorgt. Jetzt ist die EVN bei dem Kraftwerksprojekt „Gorna Arda“ dabei, das über 100.000 Menschen mit Strom aus Wasserkraft versorgen soll.
Doch zurück zum Staatsbesuch: Staatspräsident Rosen Plevneliev war zuvor schon zweimal in NÖ als Gast beim Europaforum Wachau gewesen. Damals noch als Bulgariens Regionalminister. Auch Premierminister Boyko Borissov war im Stift Göttweig zu Besuch gewesen.
Er empfing Erwin Pröll trotz der klirrenden Kälte bereits am Tor und nicht – wie üblich – im Büro, wo er all seine internationalen Treffen – von Barack Obama über Angela Merkel bis hin zum Papst – mit Bildern dokumentiert hat. Dort besprach Borissov mit Pröll nicht nur das Projekt des Kraftwerks „Gorna Arda“, sondern auch die Donauraum-Strategie sowie die europäische Förderpolitik im Hinblick auf die Regionen, die ja ab 2014 neu geregelt werden soll.
Und Erwin Pröll bat Borissov im Hinblick auf das Flüchtlingslager in Traiskirchen, dass Bulgarien im Kampf gegen das Schlepperwesen mithelfe, da ja eine Schlepperroute durch das Land führe. Dazu sei es notwendig, dass Bulgarien Mitglied des Schengenraumes werde, was Pröll unterstützen will.







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