Bis 2016 würden 1,2 Mrd. Euro investiert, sagte Bures. Es gebe "keinen Investitionstopp trotz Sparkurses". Pröll bezeichnete die Vorhaben als "wichtig für die wirtschaftliche Weiterentwicklung Niederösterreichs". Einen Ausbaustopp im höherrangigen Straßennetz dürfe es nicht geben. "Das wäre ein Rückschlag für die Standortqualität." In den Verhandlungen seien die finanziellen Möglichkeiten mit den Notwendigkeiten auf einen gemeinsamen Nenner gebracht worden. Das Land sei auch zu Vorfinanzierungen bereit.
Bures bezeichnete die erzielten Ergebnisse, die überdies "ein gutes Beispiel für andere Bundesländer" sein könnten, sogar als "gelebte Verwaltungsreform". Um Einsparungen zu erzielen, habe man sich auf Teilrealisierungen und Redimensionierungen geeinigt.
Im Zuge des Weiterbaus der A5 soll der Abschnitt Schrick - Poysbrunn bis 2016 fertiggestellt sein. Beim letzten, etwa neun Kilometer langen Teilstück bis zur Staatsgrenze, werde es zunächst einen abschnittsweisen Ausbau geben, so Pröll. Erster Schritt dabei sei eine zweispurige Umfahrung von Drasenhofen. Das Land werde 4,5 Mio. Euro an Vorfinanzierung leisten. Die Verlängerung der A5 bis zur Grenze sei aber gewährleistet, ein Vollausbau vorgesehen, betonte der Landeshauptmann.
Bei der S3 gehe es vorerst um den 14 Kilometer langen Abschnitt von Hollabrunn Süd bis Guntersdorf und dessen Umfahrung. Pröll verwies auf das hohe Verkehrsaufkommen. Die Fertigstellung sei ebenfalls 2016 vorgesehen.
Entlastung für St. Pölten soll die S34 bringen. Eine abschnittsweise Vorgehensweise sieht laut Pröll zunächst den vierspurigen Ausbau - vermutlich ab 2014 - von der B1 westlich der Landeshauptstadt bis Völtendorf und im zweiten Schritt den Abschnitt bis zur B20 (Wilhelmsburg Nord) vor. Eine mögliche Anbindung an das Gewerbegebiet im Süden St. Pöltens würde das Land mit 8,5 Mio. Euro vorfinanzieren.
Bei der S8 schließlich gehe es um eine rasche Anbindung an die S1. Bei dem 14 Kilometer langen Abschnitt würden Gemeinden wie Deutsch Wagram, Strasshof und Gänserndorf entlastet, so Pröll weiter. Das Land habe eine Vorfinanzierung in der Höhe von 45 Mio. Euro angeboten, die Umweltverträglichkeitsprüfung für das Projekt soll 2011 eingereicht werden.
Die Bedeutung einer hohen Qualität der Infrastruktur stehe "außer Zeifel", betonte Bures. Es sei "gelungen, was machbar ist".
Einigung über vier Straßenprojekte in Niederösterreich

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