Sein Auftritt vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss stellte alle bisherigen Befragungen in den Schatten. Der Lobbyist Peter Hochegger legte in der Vorwoche sein Netz offen, dass er in der Politik – speziell auch für die Telekom – gespannt hatte. Und dieses soll alle politischen Farben bedient haben. Unter den Niederösterreichern, die er auf seiner Liste hatte: Ex-Innenminister Ernst Strasser (ÖVP), Ex-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ), Monika Langthaler (Grüne). Sein Ziel dahinter: Für die Telekom gute Stimmung zu machen, wie er vor dem U-Ausschuss sehr locker erzählte.
Hochegger behauptete, dass für ihn insgesamt 28 Personen im Laufe der Jahre in der Causa Telekom tätig gewesen waren. Drei Stunden lang wurde er befragt. Seine Einschätzung der Lage: Strafrechtlich wäre alles legal gewesen. Die Genannten widersprachen teilweise den Behauptungen von Hochegger. Alfred Gusenbauer stellte schriftlich fest, dass er nie für Hochegger gearbeitet habe. Monika Langthaler widersprach ebenfalls bezüglich einer Kooperation der Telekom mit der Firma Filmhof. Neben Hochegger wurde auch Telekom-Boss Hannes Amesreiter zu all dem befragt.
Pikante E-Mails veröffentlicht
Vor seinem Auftritt waren im Magazin „News“ E-Mails über Zuwendungen der Telekom veröffentlicht worden. Amesreiter gab sich zu diesen E-Mails unwissend. Mitten drin in den E-Mails, die politische Geldflüsse von Telekomgeldern beinhalten sollen, steckt allerdings ein Niederösterreicher, der für Public Affairs bei Telekom zuständig ist: Michael Fischer (48). Er war kurz als Direktor des NÖ Wirtschaftsbundes tätig gewesen, ehe er von der damaligen ÖVP-Generalsekretärin Maria Rauch-Kallat als Bundesorganisationsreferent geholt wurde. Michael Fischer ist seit dem Jahre 2007 bei der Telekom.







