Das nächste Facebook-Opfer. Einträge in dem sozialen Netzwerk von Facebook kommen Politikern nicht immer gut. So stolperte nun ein SPÖ-Gemeinderat aus dem Bezirk Mistelbach über den Ärger, den er dort niederschrieb. „Bei Blau-Schwarz steh ich als Terrorist in der Zeitung. Da spreng ich das Parlament. Samt Insassen.“ Dieses Posting auf Facebook kostete dem jungen SPÖ-Politiker aus Hochleithen sein Mandat, Ermittlungen gegen ihn laufen. „Ich bin kein gewaltbereiter Mensch“, betonte der junge Mann gegenüber der NÖN, er habe lediglich übertreiben wollen, damit das Gemeinte klar sei. Dennoch kostete es ihn das Mandat. Und brachte ihm eine zynische Aussendung von FPÖ-Klubobmann Gottfried Waldhäusl.
Wirbel vor der Gemeinderatswahl in Waidhofen. Am 25. März wird in der Statutarstadt Waidhofen an der Ybbs gewählt. Noch vor dem offiziellen Wahlauftakt ist auch schon ein gehöriger Wirbel zwischen ÖVP und SPÖ entbrannt. Die SPÖ wirft der Waidhofner Volkspartei vor, „VP-Pseudo-Zweitwohnsitzer“ (Zitat Landesgeschäftsführer Günter Steindl) angemeldet zu haben. Die Betroffenen verweisen darauf, dass sie sehr wohl Waidhofen-Bezug haben. Dazu habe es in der Wahlbehörde keine Einsprüche gegeben. Im Gegenzug wirft die WVP der SPÖ vor, auf ihrer Kandidatenliste einen Namen bewusst falsch geschrieben zu haben. So wurde aus Reinhard Maier ein Reinhard Mair. Ohne „e“ schreibt sich aber der WVP-Bürgermeister Wolfgang Mair, der hohe Beliebtheitswerte genießt. Durch den „falschen Namen“ könnten Vorzugsstimmen ungültig werden.
Abrechnung von Rudolf Fußi. Der Volksbegehrens-Kämpfer innerhalb der SPÖ, Rudolf Fußi, ist aus der Partei ausgetreten. Und das mit einem Brief, in dem er mit der Parteiführung in Wien abrechnet. Fußi wurde in NÖ bekannt, weil er anfänglich gemeinsam mit SPÖ-Landeshauptmannstellvertreter Sepp Leitner an dem Plan eines Volksbegehrens zur Vermögenssteuer arbeitete. In dem Brief schreibt er auch über andere Linke in der Partei, mit denen er das Vorhaben durchziehen wollte. Er dürfte damit Sepp Leitner gemeint haben, der – laut Fußi – dafür von Kanzler Werner Faymann eine Kopfwäsche erhalten habe. In der Landes-SPÖ sieht man die Aussprache zwischen Faymann und Leitner amikaler. Mit Fußi sei man jetzt noch in Kontakt.






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