VON ROUVEN ERTLSCHWEIGER
Nach der Demütigung von Gelsenkirchen ist die „Teamchef-Frage“ in Österreich natürlich wieder voll entbrannt. Niederösterreichs Verbandspräsident Hans Gartner sieht die Lage der „ÖFB-Nation“ aber wie immer relativ entspannt. Und erklärt warum.
Gartner: „Was haben wir uns denn erwartet?“
„Was haben wir uns gegen Deutschland denn erwartet? Für mich ist entscheidend, dass wir mit Aserbaidschan und Kasachstan mithalten können – denn das ist im Moment unsere Kragenweite.“ Erst nach diesen Spielen könne man eine Abrechnung machen und die Frage stellen: „Ist beim ÖFB-Team etwas weitergegangen, und ist Didi Constantini der richtige Mann auf dieser Position?“
Sein Präsidenten-Kollege aus dem Burgenland, Karl Kaplan, sieht die Lage genau so. „Ich halte von der ganzen Teamchef-Diskussion überhaupt nichts. Ob der ÖFB-Cheftrainer jetzt Maier, Huber oder sonst wie heißt, ist doch völlig egal. Entscheidend ist, dass wir ihm die Chance geben, über einen längeren Zeitraum mit dem Nationalteam arbeiten zu können und etwas aufzubauen. Ein Neuer fängt doch erst wieder bei Null an“, so der Ex-Wirtschafts-Landesrat.
Eine ausländische Lösung auf der Trainerbank schließt Gartner übrigens aus. „Einen teuren Teamchef um 400.000 Euro pro Monat können und wollen wir uns nicht leisten.“ Kaplan stößt ins selbe Horn. „Wo führt das hin? Wir werden dadurch ja nicht besser.“






