NÖN: Vor der 1:2-Niederlage am Tivoli wurde bekannt, dass Sie bis Juni 2014 bei der Admira bleiben. Was war entscheidend für Sie?
Didi Kühbauer: Dass wir eine super Truppe haben, von der ich überzeugt bin, dass sie sich noch weiterentwickeln kann und auch wird. Mir taugen die Burschen, es ist toll, mit ihnen zu arbeiten.
NÖN: Hat Präsident Richard Trenkwalder viel auf Ihre Gage drauflegen müssen?
Kühbauer: Geld ist nicht entscheidend für mich. Entscheidend ist die Perspektive mit der Mannschaft. Natürlich habe ich etwas dazubekommen. Aber wir reden hier nicht von Dimensionen, die ins Unermessliche gehen. Was zählt ist, dass die Mannschaft viel Potenzial hat. Und mir ist wichtig, dass das auch die Zuschauer honorieren.
NÖN: Gegen Tirol hat man das Potenzial aber erst in der zweiten Hälfte gesehen. Was war in der ersten los?
Kühbauer: Die haben wir verschlafen. Tirol hat nur lange Bälle gespielt, und wir haben auch keine Akzente setzen können. Zudem war im Offensivbereich keiner in der Form, in der man sein muss, damit man auswärts ein Spiel gewinnt. Auf die zweite Hälfte kann man aber aufbauen.
NÖN: Am Samstag kommt Ihr Ex-Klub Mattersburg. Und die Burgenländer haben nach dem 4:1-Sieg über Ried eine breite Brust.
Kühbauer: Mattersburg spielt sehr körperbetont – darauf müssen wir uns einstellen. Mir ist wichtig, dass wir einen guten Fußball zeigen und das wir wieder punkten. Auch wenn wir gegen Tirol mehr Ballbesitz und Ecken hatten, was zählt, sind die Punkte.
NÖN: Um Ihre Fußball-Philosophie – den Ball flach halten – gut umsetzen zu können, braucht man adäquate Bedingungen. Was halten Sie davon, die Meisterschaft zu komprimieren.
Kühbauer: Sehr viel. Ich glaube nicht, dass die Spieler mit mehr „Englischen Runden“ überfordert wären. Die Anstrengung ist gegen Ende der Saison für alle Teams gleich. Und die Klubs, die international dabei sind, haben sowieso einen größeren Kader.
NÖN: Stichwort Derby Rapid gegen Austria. Haben Sie das Spiel im Bus gesehen?
Kühbauer: Ja, die erste Hälfte. Dann war der Empfang weg. Für mich war es eine enttäuschende Partie, bei der nur die Taktik im Vordergrund gestanden ist. Wenn zwei Trainer defensiv ausgerichtet sind, kommt so etwas heraus.





