Bei der weiter schwer defizitären AUA geht es rund. Die Gewerkschaft lehnte am Freitag einseitige Vorgaben durch das Management ebenso ab, wie ein kurzfristiges Ultimatum zur Unterschrift unter neue Kollktivverträge und stellt sich auf einen größeren Arbeitskampf ein. Das ist das Ergebnis einer Betriebsversammlung mit fast 1.000 Beschäftigten des Bodenpersonals in Wien-Schwechat.
Die Leute seien verängstigt, hätten Angst vor einem zweiten Semperit-Schicksal, sagte AUA-Bodenbetriebsratschef Junghans. "Man macht die Leute billiger und dann geht es sich doch nicht aus". Obwohl es in den Plänen des Managements unter Jaan Albrecht ums nachhaltige Überleben der AUA geht, ist für Junghans "keine Rede von Konkurs im Moment". Dazu gebe es auch keine Veranlassung.
Auch GPAdjp-Vize Karl Proyer lehnt es ab, über eine Insolvenz zu spekulieren und warnt davor, der Belegschaft mit solchen Szenarien zu drohen. Den von der AUA bzw. der Wirtschaftskammer übermittelten neuen Kollektivvertragsvorschlag lehnt die Gewerkschaft rundweg ab. Ein von den Arbeitgebern bereits für 23. und 24. Jänner anberaumter Unterschriftstermin kommt für die Arbeitnehmervertreter - sowohl für Bodenpersonal als auch Piloten und Flugbegleiterinnen - ebenfalls nicht infrage. Dass die AUA dann den Kollektivvertrag eben einseitig kündigt, darauf stellt sich die Arbeitnehmerschaft offenbar schon ein.
Proyer versicherte Bereitschaft zu einer größeren Auseinandersetzung. Für weitere Betriebsversammlungen und allenfalls Streik wartet die Belegschaftsvertretung den 29. Februar ab. Da ist eine entscheidende Aufsichtsratssitzung zum bevorstehenden gravierenden Sparpaket. Vor allem aber ist dies ein Stichtag für die Inflationsabgeltung für Teile der AUA-Gagen.







