VON GERALD BURGGRAF
Das Prestigeprojekt der Flughafen Wien AG, die Terminalerweiterung Skylink, entwickelt sich weiterhin planmäßig. Der Probebetrieb läuft, und es konnten bisher rund 350 Probleme aufgedeckt und zum Großteil auch bereits bereinigt werden. Der Start der Inbetriebnahme ist für Juni 2012 geplant, ab diesem Zeitpunkt sollen allein im Skylink bis zu 50.000 Passagiere täglich abgefertigt werden.
Trotzdem fällt die Prognose in der Chefetage des Airports bei der Passagierentwicklung eher gedämpft aus. So gehen die Vorstandsdirektoren Julian Jäger und Günther Ofner von einem Passagierwachstum von maximal 1 Prozent aus, wobei auch gar kein Wachstum möglich ist. Grund dafür sind die unsicheren Konjunkturaussichten sowie die angekündigte Flottenreduktion bei Austrian Airlines (AUA). Gewollte Rückgänge wird es ab 2012 bei den Investitionskosten geben. Bis 2015 wird das Volumen von 650 Millionen Euro auf 590 Millionen Euro gekürzt, um die Verschuldung stabil zu halten, wie Finanzvorstand Ofner verkündete.
Starkes Wachstum bei den Transferpassagieren
Erfreulicher sind da schon die Ergebnisse aus dem vergangenen Jahr, in dem man ein Rekordergebnis von 21,1 Millionen Fluggästen und somit ein Plus von 7,2 Prozent erreichen konnte. Damit liegt man, wenn auch nur leicht, über dem europäischen Durchschnitt von 7 Prozent Passagierwachstum. „Wir haben damit trotz der Krisen in Japan und Nordafrika ein gutes Ergebnis eingeflogen“, zeigt sich Vorstandsdirektor Julian Jäger zufrieden. Ein starkes Wachstum konnte die Flughafen Wien AG im Bereich der Transferpassagiere mit einem Plus von 10,2 Prozentpunkten und über 6,5 Millionen Fluggästen verzeichnen.
Ob sich die Zukunft auch weiterhin positiv entwickelt, hängt nicht zuletzt vom größten Carrier am Airport, der AUA, ab. Bei der am vergangenen Freitag stattgefundenen Betriebsratsversammlung wurde auf Mitarbeiterseite über die Sparpläne des neuen Dreiervorstandes rund um Neo-Chef Jaan Albrecht beraten.







