VON ANITA KIEFER
2011 musste der ORF-Radiosender Ö3 bundesweit insgesamt 366 Mal wegen einer Geisterfahrermeldung unterbrechen. Das sind um 9 Prozent oder 36 Meldungen weniger als 2010. Auch in NÖ gibt es ein Minus in dieser Statistik: 107 Meldungen gab es im Vorjahr, um 13 Meldungen (10,8 Prozent) weniger als 2010.
Geisterfahrermeldungen, die Ö3 erreichen, werden allerdings ungeprüft gesendet, um die Hörer schnellstmöglich zu warnen. Also können Falschmeldungen die Statistik verfälschen. Niederösterreich führt zum vierten Mal hintereinander die Bundesländerstatistik an, gefolgt von der Steiermark mit 80 und Oberösterreich mit 45 Meldungen. Ferdinand Zuser, Leiter der Verkehrsabteilung des Landespolizeikommandos, erklärt: „Unser Autobahnnetz ist sehr groß und um den Zentralraum Wien gelegen. Wir haben rund 550 Autobahn- und Schnellstraßenkilometer, bundesweit sind es zirka 2000.“
Warum gibt es trotz Warnhinweisen noch immer Geisterfahrer? „Es gibt Millionen Verkehrsteilnehmer mit unterschiedlichen Fähigkeiten. Manche drehen auf der Autobahn einfach um, weil sie eine Abfahrt verpasst haben“, weiß Zuser. Wenn ein Geisterfahrer angezeigt wird, erwartet ihn laut Zuser ein mindestens dreimonatiger Führerscheinentzug.






