VON NICOLE FRIESENBICHLER
Dass die Regierung die staatliche Bausparprämie, die derzeit 114 Millionen Euro beträgt, im Zuge des Sparpakets halbieren will, sehen die heimischen Bausparkassen als „gravierendsten Einschnitt in der Geschichte des Bausparsystems“. Sie fordern, die Prämie nur um ein Drittel zu reduzieren: Die Mindestprämie des Staates solle nicht auf 1,5, sondern auf 2 Prozent gesenkt werden. Zudem streben die Bauspar-Chefs eine befristete Kürzung bis 2016 an.
„Das war ein undurchdachter Schnellschuss in letzter Minute“, erklärt sich Wüstenrot-Bauspar-Vorstandschefin Susanne Riess den Plan. Die Politik sei aber gesprächsbereit. Zudem ist sie zuversichtlich, dass die Kürzung erst 2013 und nicht, wie diskutiert, noch heuer erfolgen werde.
Die drohenden Rückgänge will man noch nicht quantifizieren, aber: „Jeder Euro weniger wird fehlen, um einen 25-jährigen Kredit zu vergeben“, warnt s-Bauspar-General Josef Schmidinger. Mit einer um 10,6 Prozent auf 3,46 Millionen Euro gestiegenen Finanzierungsleistung sei 2011 ein gutes Jahr für die Wohnbaubanken gewesen – es gebe also keinen Anlass, ins System einzugreifen.








(