Die deutsche Großbäckerei Müller-Brot kämpft mit massiven Hygieneproblemen. Produktionsräume sind von Ungeziefer befallen, Maschinen laut den zuständigen Behörden verschmutzt. Deshalb steht die Produktion dort seit Montag still. Betroffen ist auch der größte Bäckereifilialist in Österreich, Anker, berichten die "Salzburger Nachrichten" am Freitag.
Ankerbrot hat den gleichen Mehrheitseigentümer wie Müller, die Familie Ostendorf, und bezieht Laugengebäck von Müller-Brot. Man habe inzwischen andere Lieferanten gefunden, bestätigte Anker-Sprecherin Doris Mülleder der APA. Man sei von Müller-Brot über das Problem informiert worden und habe die von dort bezogenen Produkte untersucht, aber keine Mängel feststellen können, sagte Mülleder. Sobald Müller-Brot seine Hygieneprobleme in den Griff bekommt und wenn die Qualität passt, werde man auch von Müller wieder Gebäck beziehen.
Bei dem Skandal wurden erst jetzt immer mehr unappetitliche Details bekannt. Dabei haben die Lebensmittelkontrolleure die mittlerweile geschlossene Bäckerei wegen Mäusekot und ähnlicher Mängel bereits seit zweieinhalb Jahren im Visier. Die Staatsanwaltschaft ermittelt zudem seit fast neun Monaten. Bei den gefundenen Schädlingen handelte es sich um Mäuse.
Die Öffentlichkeit erfuhr allerdings erst vor wenigen Tagen, dass das Unternehmen mit massiven Problemen zu kämpfen hat. Der Leiter des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), Andreas Zapf, sagte dem Bayerischen Rundfunk, man habe wiederholt Mäusekot und Speisereste von früheren Produktionen gefunden. Die Anlagen seien daraufhin gereinigt worden, später sei der Kot aber an anderen Stellen wieder aufgetaucht.







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