Umweltminister Niki Berlakovich begrüßt Prölls Forderung und sagt Unterstützung zu: „Entsprechende Gesetzesvorbereitungen laufen bereits.“
Die OMV hat im Weinviertel große Erdgaslager in tiefen Gesteinsschichten bei Poysdorf entdeckt. Dass sie die aktuelle Gesetzeslage nützt und schnell noch vor dem Inkrafttreten einer Novelle Probebohrungen beantragt, würde Pröll der OMV nicht empfehlen: „Ich würde das nicht raten, auch für die OMV ist ein Goodwill des Landes nicht von Schaden.“ Die OMV will 2013 bei Herrenbaumgarten und Poysdorf bohren, derzeit laufen die Planungen.
„Die Bilder aus Amerika sind schrecklich“, verweist Pröll auf schwere Umweltschäden bei der Schiefergasgewinnung.
Energiepolitische Argumente sind für Pröll nicht schlagend: „Wir setzen in NÖ voll auf nachwachsende Rohstoffe.“
Pröll: „Arbeitsplätze gibt‘s auch außerhalb der Industrie“
Noch weniger zählt für ihn das Arbeitsplatz-Argument: „Wir haben im Weinviertel viel unternommen, um die Region touristisch sanft zu erschließen, und viel Geld investiert, siehe Landesausstellung.“ Die Erfolge seien bei einer Realisierung des Schiefergas-Abbaus gefährdet. Auch der Weinbau sei unglaublich aufgewertet worden, auch das sei in Gefahr. Es gäbe auch Arbeitsplätze außerhalb der Industrie, sagt Pröll in Hinblick auf die Initiativen des Landes.
Die OMV betont zwar, neue Technologien einzusetzen und auf Chemikalien wie in den USA zu verzichten, Pröll bezweifelt aber, dass Fakten schon präsentierbar seien.
Und das sei ja der große Vorteil einer Umweltverträglichkeitsprüfung: „Da muss jeder Punkt geklärt werden und kann nicht mit einem Fragezeichen abgeschlossen werden.“ Und: Die UVP habe den großen Vorteil, dass auch die Menschen in der Region ins Verfahren eingebunden werden und damit entsprechendes Mitspracherecht haben. Mehrere Bürgerinitiativen bekämpfen im Weinviertel das Schiefergas-Projekt und fordern ein Verbot.
Ein Verbot fordern auch die Grünen NÖ von der Bundesregierung. Die Abgeordneten Amrita Enzinger und Tanja Windbüchler-Souschill übergaben der Nationalratspräsidentin Barbara Prammer eine Petition an das Parlament.







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