Krems

Erstellt am 05. Juli 2016, 14:04

von Hannes Ramharter

Neuer Landesgerichtspräsident will Nummer 10. Richard Simsalik erhielt Ernennungsurkunde als Landesgerichtspräsident.

Der neue Präsident des Landesgerichts Krems, Richard Simsalik, flankiert von Justizminister Wolfgang Brandstätter und dem Präsidenten des Oberlandesgerichts Wien, Gerhard Jelinek. Lechner  |  Lechner

Der gebürtige Gmünder Richard Simsalik (48) wurde am Mittwoch durch Justizminister Wolfgang Brandstetter und den Präsidenten des Oberlandesgerichts Wien, Gerhard Jelinek, in das Amt als Präsident des Landesgerichts Krems eingeführt.

Jelinek beschäftigte sich in der Amtseinführung auch mit der Person des neuen Präsidenten, der über mehrere berufliche Seitenstraßen zur Justiz kam. Simsalik hatte ursprünglich nach seiner Matura an der HAK Gmünd Betriebswirtschaftslehre studiert und auch die Bilanzbuchhalterprüfung abgelegt. Dann schaffte er das Studium der Rechtswissenschaften berufsbegleitend in nur fünf Jahren zum Magisterium und in einem weiteren Jahr zum Doktorat.

Ende 1999 wurde er Richteramtsanwärter, schaffte die Richteramtsprüfung mit Auszeichnung und war ab 1. November 2011 am Bezirksgericht Amstetten tätig. In dieser Zeit legte er auch die Rechtsanwalts-Ergänzungsprüfung ab und kam knapp zwei Jahre später an das Landesgericht Krems. Dort war er im Straf- und Zivilrecht in jeder Sparte tätig, arbeitete in der freiwilligen Innenrevision mit und wurde am 1. Dezember 2011 Vizepräsident des Landesgerichts Krems.

Simsalik will „Spielmacher“ sein

Immer wieder war auch die sportliche „Vergangenheit“ Richard Simsaliks Thema bei der Amtseinführung – spielte er doch bereits während seiner Schulzeit mit dem damaligen EPSV Gmünd in der Kampfmannschaft in der 1. Landesliga. So meinte Gerhard Jelinek, dass die sportliche Vergangenheit für die Charakterbildung Simsaliks sehr wichtig war: „Disziplin, Teamgeist und das Verhalten nach Sieg und Niederlage sind wichtige Eigenschaften.“

Auch Simsalik griff auf die sportliche Vergangenheit zurück. „Ich möchte hier der Spieler mit der Nummer 10 sein“, meinte er, im Fußball ist das der „Spielmacher“. Und damit verbunden sind auch die Pläne am Landesgericht Krems: Die Errichtung einer Servicestelle, ein Teambuilding-Tag, eine Verstärkung der Öffentlichkeitsarbeit sowie die Abhaltung eines Tages der offenen Tür zur Eröffnung des Service-Centers.