Erstellt am 22. April 2017, 11:02

von APA Red

Beamter soll Aufenthaltstitel verkauft haben. Ein Beamter der niederösterreichischen Außenstelle des Bundesamts für Fremdenwesen und Asyl (BFA) steht im Verdacht, positive Asylbescheide verkauft zu haben.

Der betreffende Beamte wurde suspendiert  |  APA (Archiv)

Laut einem Bericht der Tageszeitung "Die Presse" (Samstag-Ausgabe) soll der auf dem Gelände des Flüchtlingslagers Traiskirchen tätige Sachbearbeiter für Aufenthaltstitel bis zu 2.500 Euro verlangt haben.

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft bestätigte auf APA-Anfrage laufende Untersuchungen. Ermittelt werde wegen des Verdachts der Bestechung und der Bestechlichkeit, teilte Sprecherin Ingrid Maschl-Clausen mit.

Laut "Presse" ist der mutmaßlich korrupte Beamte bereits seit Herbst 2016 suspendiert. Die Zahl der verkauften Aufenthaltstitel soll sich im "einstelligen Bereich" befinden. Bestätigt sich der Verdacht der Bestechung, müssen die involvierten Asylwerber mit einer Wiederholung des Verfahrens rechnen.