Wiener Neustadt

Erstellt am 18. Juli 2016, 00:20

von NÖN Redaktion

Froschbande ab Montag in Wr. Neustadt vor Gericht. Sogenannte Hausbesetzungen sind leider immer mehr en vogue bei den Kriminellen. Eine besonders brutale rumänische Bande muss sich ab Montag am Landesgericht Wiener Neustadt einem Prozess stellen.

Onsemeliot/wikimedia

Ab heute Montag, 18. Juli, müssen sich die Mitglieder der sogenannten Froschbande am Landesgericht Wiener Neustadt verantworten. Eine Bande, die wegen ihrer exzessiven Gewalt bei Raubüberfällen und Einbrüchen in Deutschland, Österreich und der Schweiz Schlagzeilen gemacht hat. 

Die Rumänen sollen hauptsächlich Senioren ausgesucht haben, um diese in deren Häusern in der Nacht auszurauben. Die neun Rüumänen wurden wegen mehrerer brutaler Raubüberfälle und Einbruchsdiebstähle angeklagt.

Pensionistin verharrte zwei Tage neben totem Mann

Auch ein bayrisches Pensionisten-Paar soll von den Männern überfallen worden sein. Der Mann starb an den Folgen der Misshandlungen. Seine Frau musste zwei Tage in der Abstellkammer eingesperrt neben der Leiche ihres Mannes verharren. In Puchberg am Schneeberg soll Marta Postl von den Männern heimgesucht worden sein.

Sie dürften durch das Fenster in ihr Haus geklettert sein. Die Angeklagten sollen die Frau geschlagen und ihr ein Messer angehalten haben. Marta Postl täuschte einen epileptischen Anfall vor, um den Angreifern zu entrinnen, wie sie später erzählte. Die Beute fiel eher bescheiden aus.

Einbruch in Haus in Alland

Auch der Bezirk Baden blieb nicht verschont: In Alland sollen die Rumänen über eine Terrassentüre in ein Einfamilienhaus eingebrochen haben. Das Ehepaar, das in dem Haus wohnt, wurde mit heftigen Fußtritten traktiert. Die Polizei konnte die Täter schnappen. Den Männern drohen Strafen bis zu 15 Jahren.

Die NÖN berichtet live vom Prozess.