Erstellt am 19. April 2016, 06:04

von Gila Wohlmann

„Mehr Transparenz in Entscheidungen“. Wolfgang Ladenbauer folgt als neuer Landesleiter auf Ludwig Wimmer.

Wolfgang Ladenbauer (Mitte) ist der neue Bergrettungslandesleiter. Ihm zur Seite als Stellvertreter steht Thomas Prigl (links). Vorgänger Ludwig Wimmer (rechts) wünscht den Nachfolgern viel Erfolg.  |  NOEN, Gila Wohlmann

„Der Wille aller, gemeinsam an einem Strang zu ziehen!“ Das nannte Wolfgang Ladenbauer am Samstag in Hainfeld bei den Neuwahlen der Bergrettung NÖ/Wien als vorrangigstes Ziel.

Gelebte Kameradschaft und gutes Teamwork ist die Basis für erfolgreiche Bergrettungsarbeit, sei es aktiv im Einsatzgeschehen oder in administrativen Tätigkeiten. Ladenbauer ist in der Funktion des Landesleiters der Bergrettung NÖ/Wien auf Ludwig Wimmer gefolgt. Der hatte im Februar nach knapp einem Jahr im Amt aufgrund „interner Differenzen“, wie er damals im NÖN-Gespräch betonte, sein Amt niedergelegt.

Abbau der Bürokratie

Wimmer wird weiter in der Bergrettung Amstetten aktiv bleiben. „Ich werde aber meinen Nachfolger bei Bedarf unterstützen“, betont er. Sein Nachfolger Ladenbauer, Wiener mit Zweitwohnsitz in Puchberg am Schneeberg, erhofft sich für die Bergrettungsorganisation „mehr Transparenz in Entscheidungen zu erwirken“. Weiter setzt er auf Abbau der Bürokratie, Ausbau des EDV-Systems und Überprüfung der Versicherungen im Hinblick auf anstehende rechtliche Herausforderungen und Dokumentationspflichten.

Seit 1973 ist Ladenbauer Bergrettungsmitglied. Er hatte von Anfang an die Organisation und Leitung der Internationalen Symposien „Psyche & Berg“ in Puchberg inne. Als Psychotherapeut hat er mehrere Arbeiten zu diesem Thema veröffentlicht. 1997 wurde er erstmals zum Landesleiter gewählt. Insgesamt hatte Ladenbauer bereits über 13 Jahre diese Funktion sowie eineinhalb Jahre das Amt des Landesleiter-Stellvertreters inne. 2000 wurde er zum Vizepräsidenten des Bundesverbandes gewählt, ein Amt, das er zehn Jahre ausübte. Ihm zur Seite als neuer Stellvertreter steht Thomas Prigl aus Wien, Mitglied der Ortsstelle Reichenau, der sich mit Besteigungen des Kilimandscharo oder des Ancohuma (Bolivien) als wahrer Bergprofi erwiesen hat.

Die Bergrettung NÖ/Wien hat derzeit über 1.300 Mitglieder, bundesweit sind es über 12.500 Männer und Frauen, die ihre Freizeit ehrenamtlich für den Bergrettungsdienst opfern. Heuer gab es für die Landesstelle NÖ/Wien seit Jahresbeginn bis zum 17. April 290 Einsätze.