Erstellt am 29. Oktober 2015, 06:02

von NÖN Redaktion

Missbrauch in Jugendheimen. Bislang haben sich 48 Opfer gemeldet.

Caritas-Präsident Landau: »Opfer wurden viel zu lange nicht gehört.«  |  NOEN, kathbild

„Wie entschuldigt man sich für etwas, für das es im Grunde keine angemessene Entschuldigung geben kann?“ Selbstkritisch gab sich Caritas-Präsident Michael Landau bei der Präsentation jenes Berichtes, der Missbrauchsfälle in Caritas-Heimen aufgearbeitet hat.

Leid der Opfer anerkennen

Landau dennoch: „Ich möchte mich bei all jenen, die in unseren Einrichtungen Gewalt erfahren haben, aufrichtig entschuldigen.“ Ihm gehe es darum, dass das Leid der Opfer nicht relativiert, sondern anerkannt werde. „Sie wurden viel zu lange nicht gehört, ihnen wurde viel zu lange nicht geglaubt.“

Caritas hat 366.000 Euro gezahlt

In dem dicken Bericht „Erinnern hilft Vorbeugen“ ist auch von Gewalt im „Bubenheim“ in Retz (Bezirk Hollabrunn) und im „Mädchenheim“ in Lanzendorf (Region Schwechat) zu lesen. Gemeinsam mit Wiener Heimen. 48 Opfer haben sich bis jetzt gemeldet. Ihnen wurden „Gestenzahlungen“ und Therapiekosten zugesprochen. Insgesamt hat die Caritas 366.000 Euro gezahlt.

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