Neunkirchen

Erstellt am 04. April 2017, 15:45

von APA Red

Jagdhütte angezündet: Prozess endet mit Schuldspruch. Mit einem Schuldspruch ist am Dienstag ein Schöffenprozess um Brandstiftung in Wiener Neustadt zu Ende gegangen.

 |  NOEN, Erwin Wodicka

Der Angeklagte erhielt zwei Jahre bedingte Freiheitsstrafe, eine Einweisung in eine Anstalt für entwöhnungsbedürftige Rechtsbrecher wurde bedingt nachgesehen, teilte Hans Barwitzius, Vizepräsident des Landesgerichtes, mit. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Dem Beschuldigten war vorgeworfen worden, nach einer durchzechten Nacht die Jagdhütte seiner Familie im Bezirk Neunkirchen angezündet zu haben. Der 26-Jährige hatte sich am ersten Verhandlungstag Anfang Februar teilweise schuldig bekannt und angegeben, sich aufgrund seines Alkoholkonsums nicht erinnern zu können. Er schloss allerdings aus, absichtlich Brandbeschleuniger verschüttet zu haben, weil er die Hütte als Rückzugsort liebe. Das Gebäude war im Juni 2016 trotz des Einsatzes von 41 Feuerwehrmitgliedern ausgebrannt.

Der Mann wurde am Dienstag im Sinne der Anklage schuldig gesprochen - mit Ausnahme der angelasteten Sachbeschädigung an einem Auto, von der er freigesprochen wurde. Die Probezeit wurde mit drei Jahren festgesetzt. Zudem wurde Bewährungshilfe angeordnet und die Weisung zu Alkohol-, Anti-Gewalt- und Psychotherapie erteilt. Staatsanwaltschaft und Verteidigung gaben keine Erklärung ab. Damit ist das Urteil nicht rechtskräftig.