Update am 26. Juli 2016, 15:01

von Daniel Lohninger

Feuerwehren im Bezirk St. Pölten standen im Großeinsatz. Heftige Unwetter haben in der Nacht in Teilen des Bezirkes St. Pölten für hunderte überflutete Keller und vermurte Straßen gesorgt. In Wilhelmsburg konnte die Feuerwehr einen Autofahrer gerade noch rechtzeitig aus seinem von den Wassermassen eingeschlossenen Fahrzeug retten.

Gegen 23 Uhr ging es für die ersten Feuerwehren im Bereich Böheimkirchen los. Ein heftiges Gewitter hatte dutzende Keller unter Wasser gesetzt und Straßen überschwemmt. Die Gewitterzelle zog dann weiter in den Raum Ochsenburg/Wilhelmsburg sowie nach Hofstetten-Grünau und Rabenstein.

Auch hier hinterließ das Unwetter dasselbe Bild: vermurte Straßen, überflutete Keller – auch die Pielach trat an manchen Stellen über die Ufer.

Straßen mussten gesperrt werden

Bis zu 33 Feuerwehren mit in Summe etwa 450 Mitgliedern, darunter auch der Katastrophenhilfsdienst-Zug aus dem Abschnitt Herzogenburg, waren in der Nacht zugleich im Einsatz. Insgesamt mussten die Einsatzkräfte im Bezirk St. Pölten mehr als 400 Mal - vor allem zu Auspump- und Aufräumarbeiten - ausrücken. Am Dienstag-Vormittag konzentrierte sich der Einsatzschwerpunkt auf das Gebiet um Hofstetten-Grünau, berichtete Bezirksfeuerwehrkommandant Georg Schröder.

Hier im Einsatz stand der 6. KHD-Zug, um die Unwetterschäden zu beseitigen. Gesperrt werden mussten die B 39 zwischen Hofstetten und Rabenstein, die L 5220 zwischen Hofstetten und Eschenau sowie die L 5236 in Hofstetten in Richtung Mank.

Laut NÖVOG wurde die Mariazellerbahn aufgrund der heftigen Unwetter zwischen Kirchberg/Pielach und St. Pölten im Schienenersatzverkehr geführt.

Entspannung erst am Dienstag-Nachmittag

Am Dienstag-Nachmittag beruhigte sich die Lage im Bezirk St. Pölten allmählich. Kurz nach 14 Uhr waren nur mehr acht Feuerwehren im Einsatz, vor allem in Hofstetten-Grünau und Wilhelmsburg. Die Straßensperren konnten bereits aufgehoben worden.