Erstellt am 19. Januar 2016, 10:03

von NÖN Redaktion

„Das habe ich nicht getan“. Nicht rechtskräftig zu lebenslanger Haft wurde Sohn einer Volksschuldirektorin verurteilt.

Beim Prozessauftakt im November 2015: Im Vordergrund Rene Katzenbeisser (42), seine Anwälte Manfred Arbacher-Stöger und Rudolf Mayer, daneben Privatbeteiligtenvertreter Johannes Öhlböck (für die Schwester des Angeklagten) und rechts Staatsanwältin Daniela Spies.  |  NOEN, Tina Jedlicka

„Ich habe gelogen, ich habe gestohlen, aber ich habe das nicht getan“, betonte Rene Katzenbeisser immer wieder bei seinem Prozess am Landesgericht Wiener Neustadt vor den Richterinnen Birgit Borns, Nina Morawetz und Petra Harbich. Er soll am 6. Jänner 2015 seine Mutter, die Altenmarkter Volksschuldirektorin Ingrid K., im Keller brutal ermordet haben.

Während der Verhandlung versuchte er zu erklären, welch schwere Kindheit er gehabt habe. Dass er fast nie einer geregelten Arbeit nachging, Zeit seines Lebens gestohlen haben soll und als Höhepunkt seiner, wie er selbst zugab, zahlreichen Lügengeschichten seinem Umfeld erzählte, dass er an Leukämie erkrankt sei und Geld benötige, hörte er nicht so gerne.

Am 6. Jänner spät abends verständigte er Nachbarin und Rettung. „Meine Mutter liegt in einer Blutlache im Keller.“ Blutverschmiertes Gewand des Angeklagten wurde später neben einer Forststraße gefunden.

Das Urteil: Lebenslänglich. Der Angeklagte meldete Nichtigkeitsbeschwerde an.