Erstellt am 10. Dezember 2015, 04:43

von Eva Hinterer

Der „Macher“ der Polizeiausbildung. Franz Einzinger aus dem Bezirk Krems ist längst dienender Beamter im Innenressort.

Seit 40 Jahren bei der Polizei und am längsten dienender Sektionschef im BMI: Polizeijurist Franz Einzinger mit Chefin Johanna Mikl-Leitner.  |  NOEN, Alexander TUMA

Er begann als Polizeijurist von der Pieke auf und ist derzeit der am längsten dienende Sektionschef im Innenministerium: Franz Einzinger. Nun feiert er sein 40-jähriges Dienstjubiläum. 1978 trat er als Jurist in die Wiener Polizei ein; seine Laufbahn begann am Polizeikommissariat Wien-Meidling. 1982 kam er ins Innenministerium, 1990 wurde er Leiter der Personalabteilung. 1996 war er bereits Vize-Leiter der Sektion I (Präsidium), der er seit 2003 als Leiter vorsteht. Seit Dezember 2000 leitet Einzinger, der aus dem Bezirk Krems stammt, die Gruppe I/A und ist damit zuständig für Personal-, Organisations- und Ausbildungsangelegenheiten – sein Steckenpferd.

„Die letzten 15 Jahre waren bisher die spannendsten“, ist er überzeugt, denn: „Sie brachten 2002 die Gründung der Sicherheitsakademie und des Bundeskriminalamts, 2005 die Zusammenführung der Wachkörper und 2012 die Behördenreform mit dem Entstehen der Landespolizeidirektionen.“ Vor allem die Ausbildung ist ihm ein Anliegen. „Ausbildung ist immer eine Investition in die Zukunft“, ist er überzeugt.

In den letzten zehn Jahren gab es enorme Qualitätsverbesserungen wie die Anhebung der Ausbildung der leitenden Exekutivbeamten auf Bachelor-Niveau in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule (FH) Wiener Neustadt. Einzinger forcierte überdies die Kooperation mit der Universität Wien und anderen Bildungseinrichtungen. Nicht genug: Der Präsidialchef gab kürzlich den Auftrag zur Evaluierung der Polizeigrundausbildung. Dazu verrät er: „Im Personalbereich werden wir Zuwächse bekommen, wie wir sie noch nicht erlebt haben.“