Schwechat

Update am 20. Oktober 2016, 12:34

von NÖN Redaktion

AUA-Flugzeug mit außerplanmäßigem Stopp in Belgrad. Mehr als 200 Fluggäste der Fluggesellschaft AUA haben am Mittwoch unfreiwillig eine Nacht in Belgrad verbracht, nachdem ihr Flieger auf dem Weg von Larnaca (Zypern) nach Wien-Schwechat in der serbischen Hauptstadt einen außerplanmäßigen Stopp einlegen musste.

Bange Momente für die Passagiere des AUA-Fluges.  |  privat

Eine angeblich beschädigte Cockpit-Fensterscheibe sorgte am Mittwoch-Abend für einen ungeplanten "Zwischenstopp" des AUA-Fluges OS 832 von Larnaca nach Wien-Schwechat: Ein Riss war in der Cockpitscheibe entstanden.

Statt der vorgesehenen Ankunft am Flughafen Schwechat um 19.20 Uhr legte die mit mehr als 200 Passagieren - darunter auch mehrere Niederösterreicher - besetzte Maschine in der serbischen Hauptstadt Belgrad einen außerplanmäßigen Zwischenstopp ein.

AUA: "Es handelte sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme"

"Sicherheit hat bei Austrian Airlines oberste Priorität. Daher beschloss die Crew am nächstmöglichen Flughafen, Belgrad, zwischenzulanden um den Riss so rasch wie möglich reparieren zu lassen", klärte die AUA gegenüber NÖN.at auf.

"Da eine Ersatzscheibe erst aus Wien eingeflogen werden musste, war ein Weiterflug erst am nächsten Tag, nämlich am Donnerstag, möglich. Da es am Abend keine Alternativflüge von Belgrad nach Wien gab, wurden die Passagiere umgebucht und in Hotels untergebracht. Es bestand zu keiner Zeit Gefahr für Passagiere und Crew, es handelte sich dabei um eine reine Vorsichtsmaßnahme", so die AUA weiter.

Die anfängliche Aufregung wich rasch der Empörung über das mangelhafte Krisenmanagement seitens der Fluggesellschaft. Ein Betroffener berichtet: "Die Passagiere mussten rund eine Stunde im Flieger ausharren. Nach dem Check-Out in Belgrad kümmerten sich ganze zwei Lufthansa-Mitarbeiter uns..." Rund 100 Personen warteten um 23 Uhr noch immer auf ein Quartier für die Nacht... 

Auch am Flughafen Schwechat war bei den wartenden Familienangehörigen die Verunsicherung und der Ärger groß - denn dort verschwand der Flug plötzlich einfach von der Anzeigetafel...