Erstellt am 24. Mai 2016, 14:20

von NÖN Redaktion

Drei kleine Kinder missbraucht. Sahra (alle Namen geändert) war acht, als sie einem Pädophilen in die Hände fiel, Lisa sieben Jahre alt, als derselbe Mann sich an ihr massiv verging, und Eva gerade einmal sechs...

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Lange blieb das alles im Verborgenen. Erst als der mittlerweile 28-Jährige sich bei der Polizei freiwillig stellte, kam das Unfassbare ans Tageslicht. Im Prozess am Landesgericht St. Pölten wird der Sexualtäter aus dem Bezirk Melk nun von einem Schöffensenat zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt und in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen. Das Urteil ist rechtskräftig.

„Ein Onkel des Angeklagten hat ihm geraten, sich zu stellen. Er selbst wollte sich erleichtern und hat jetzt eine Therapie in Angriff genommen. Er will ein geregeltes normenkonformes Leben“, erklärt der Verteidiger des 28-Jährigen vor Richtern.

Auffälliges Sexualverhalten seit frühester Kindheit

Gefunden wurden bei dem Mann nach dem Geständnis bei einer Hausdurchsuchung kinderpornografische Fotos. „Die hat der Angeklagte von einem Opfer gemacht, die Fotos zeigen Tathandlungen. Ein anderes Opfer hat sich gewehrt, er hat von diesem Kind abgelassen. Und er hat zugegeben, seit frühester Kindheit ein auffälliges Sexualverhalten zu haben. Er hat jungen Mädchen nachgestellt“, sagt die Staatsanwältin.

Und die Anklägerin weiters: „Er hat auch eine Vorliebe für Waffen. Damit hat er auf Facebook posiert.“
Laut psychiatrischem Gutachter ist der Mann zurechnungsfähig, mit ähnlichen Taten sei aber in Zukunft zu rechnen.