Erstellt am 16. Februar 2016, 06:14

von Eva Hinterer

65.262 Einsätze im Hitzejahr 2015. Beherrschendes Thema war der Hitzesommer mit seinen 154 Waldbränden.

 |  NOEN, Symbolbild
Im Schnitt alle acht Minuten ist eine der über 1.700 Feuerwehren im Vorjahr zu einem Einsatz ausgerückt. Landeskommandant Dietmar Fahrafellner und Landeshauptmann Erwin Pröll präsentierten in der Vorwoche die Einsatzbilanz 2015.

Waren es 2014 noch die Eis-Einsätze in der Slowakei und im Waldviertel gewesen, so setzte der Hitzesommer den Schwerpunkt des Jahres 2015: Es gab 154 Waldbrände, so viele wie nie zuvor. Und dazu knapp tausend Flurbrände – über 50 Prozent mehr als 2014.

Neben den Einsatzzahlen nannte Fahrafellner aktuelle Projekte der Feuerwehr: So gibt es seit dem Vorjahr zwei neue Führungsunterstützungs-Container, das sind mobile Kommandostationen für große Katastrophenszenarien. Aus den Mitteln des Katastrophenfonds wurden mobile Tankstellen für Notstromaggregate angekauft.

Die zentrale Atemschutz-Werkstätte in Tulln, in der die insgesamt 9.000 Atemschutzgeräte der Feuerwehren überprüft und repariert werden, soll heuer mit Mitteln des Landes ausgebaut werden. Mit der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik wird es eine Kooperation hinsichtlich Vorhersagen für Extremsituationen geben.
Fahrafellner: „Wir sind ein wirklich gutes Team.“ Pröll betont, dass die Zusammenarbeit mit dem Landeskommando „auch auf persönlicher Ebene ausgezeichnet“ funktioniere.

Zahlen 2015

  • 65.262 Einsätze gesamt
  • 4.210 Brandeinsätze
  • 9.043 Einsätze nach Verkehrsunfällen (+5,9%)
  • 1.043 Menschenrettungen
  • 5.269 Einsätze zur Wasserversorgung, um leere Brunnen und Zisternen zu füllen.
  • 7,9 Millionen Einsatzstunden wurden geleistet.
  • Fast 70.000 Übungseinheiten absolvierten die FF-Mitglieder und wandten dafür rund 1,2 Millionen Stunden auf.
  • Mitgliederstand FF NÖ
gesamt: 97.484; davon 6.291 Frauen und 5.506 Jugendliche.