Tulln

Erstellt am 04. April 2017, 00:42

von Helga Urbanitsch

Gemeinden und Kinder im Focus. Der NÖ Zivilschutzverband hat seine Landeskonferenz in Tulln abgehalten.

Johanna Mikl-Leitner  |  Marschik

In der Landesfeuerwehrschule Tulln fand die Landeskonferenz des Niederösterreichischen Zivilschutzverbandes statt, bei dem der NÖ Zivilschutzverband als „Partner der Gemeinden“ zentrales Thema war. Präsident des NÖ Zivilschutzverbandes Landtagsabgeordneter Christoph Kainz sprach von einem „engmaschigen Sicherheitssystem in Österreich“ und würdigte die ehrenamtlichen NÖ Mitarbeiter, die „viel Kraft in den Zivilschutz stecken“.

„Ziel für 2017 ist, die Eigenverantwortung zu stärken“, erklärte Landeshauptmannstellvertreterin Johanna Mikl-Leitner. Die Zusammenarbeit mit den Gemeinden soll verbessert werden. Der Zivilschutz unterstützt in verschiedenen Bereichen, wie etwa bei der Risikoanalyse und beim Erstellen der notwendigen Katastrophenschutzpläne. Die Bevölkerung soll noch mehr sensibilisiert werden und über Vorsorge im Katastrophenfall Bescheid wissen. „In den Gemeinden ist der Hausverstand zu Hause“, freut sich Landesrat Stephan Pernkopf und betonte die gute Zusammenarbeit von Gemeinden, Blaulichtorganisationen und dem Land Niederösterreich. Als vehementer Gegner der Atomkraft sieht er ein großes Problem mit den Nachbarländern: „Die Bevölkerung ist dort wenig sensibilisiert.“

Ein weiterer Schwerpunkt ist Sicherheit der Kinder. Die Safety-Tour, bei der Schulklassen spielerisch mit dem Thema Sicherheit konfrontiert werden, startet im Mai in ganz Niederösterreich. Zivilschutzverband-Schirmherrin ist Schauspielerin Sabine Petzl, sie wird mit ihrem Kinderbuchkino „Kibuki“ in Kindergärten unterwegs sein. „Das ist ein Herzensprojekt, Sicherheit den Allerkleinsten zu vermitteln“, sagt sie.