Erstellt am 11. Oktober 2016, 05:13

von NÖN Redaktion

Rettungsdienstgesetz neu. Rettungsdienste werden gesetzlich anerkannt, Ersthelfer vor Ort erstmals verankert.

 |  NOEN, Einsatzdoku.at

Neu im Rettungsdienstgesetz, das von der Landesregierung beschlossen dem Landtag vorgelegt wird, zu finden sind Ersthelfer vor Ort (First Responder). Das sind zum Beispiel ausgebildete Sanitäter, die früher bei der Rettung waren, mittlerweile aber etwa in Pension sind. Sind sie bei der Leitstelle oder bei den Rettungsorganisationen registriert, können sie bei einem Notfall in ihrer Nähe verständigt werden. Um zu helfen, bevor der Notarzt kommt.

Schon bisher hat Notruf 144 NÖ die Rettungs- und Krankentransportdienste in Niederösterreich koordiniert. Das aber wird nun erstmals auch ins Gesetz aufgenommen. Und: Die Verwaltungsaufgaben der Landesrettungsdienstzentrale werden klar als überregionale Aufgabe definiert. Damit ist geklärt, wofür Rettungsorganisationen Geld bekommen.

Ebenfalls neu: „Ein zentrales Anliegen war mir, die überregional tätigen Rettungsorganisationen – namentlich Rotes Kreuz, ASBÖ und ÖAMTC – die die flächendeckende Versorgung in Niederösterreich anbieten und sichern, wie auch in anderen Bundesländern üblich, gesetzlich anzuerkennen“, so Gesundheitslandesrat Maurice Androsch. Bergrettung, Wasserrettung und Höhlenrettung bleiben weiterhin besondere Rettungsdienste.