Erstellt am 28. Oktober 2015, 14:31

Große Bundesheerübung in NÖ. 1500 Soldatinnen und Soldaten trainieren von 2. bis 13. November 2015 mit internationaler Beteiligung einen Einsatz einer EU-Battlegroup.

Die 3. Panzergrenadierbrigade mit Sitz in Mautern koordiniert die internationale Übung.  |  NOEN, Bundesheer/Wolfgang Mattes
Die Übung „European Advance 2015“ (EURAD15) ist die komplexeste Übung des Österreichischen Bundesheeres in diesem Jahr. Insgesamt werden 1.500 Soldatinnen und Soldaten in den Räumen Mautern, St. Pölten, Wachau, Amstetten und Allentsteig üben. 150 davon kommen aus Deutschland, Luxemburg und Tschechien.

Leitung durch Panzergeradierbrigade

Im Fokus der EURAD15 steht der österreichische Beitrag an der EU-Battlegroup 2016-2, ein voll ausgerüstetes Logistikbataillon und Spezialisten zur Missionsunterstützung. Das zweiwöchige Training wurde vom Streitkräfteführungskommando geplant und wird von der 3. Panzergrenadierbrigade in Mautern geleitet.

Geübt wird die Zusammenarbeit bei einer Stabilisierungsoperation im Rahmen des Einsatzes einer EU-Battlegroup. Das Streitkräfteführungskommando trainiert die Führung von Land- und Luftstreitkräften.

Die eingesetzten Truppen üben unter der Führung der 3. Panzergrenadierbrigade taktische Verfahren in einer (fiktiven) instabilen Krisenregion. Zugleich arbeiten die Soldaten mit internationalen staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen an der Lösung eines Konfliktes.

Assistenzeinsatz und Übung erfüllbar

Das Bundesheer verfügt über genügend Kapazitäten den laufenden Assistenzeinsatz zur Bewältigung der Flüchtlingssituation im Süden Österreichs sicherzustellen und auch seinen internationalen Verpflichtungen, wie das Bereitstellen einer EU-Battlegroup nachzukommen.

Die zweiwöchige Übung EURAD15 hat somit keine Auswirkungen auf den Assistenzeinsatz. Das Aufstocken der Assistenztruppen auf 2.200 Soldatinnen und Soldaten ist auch weiterhin gewährleistet.

Hintergrund: Die EU-Battlegroups

Um jederzeit schnell verfügbare militärische Kräfte für Krisen bereit zu haben, halten die Mitgliedsländer der EU sogenannte Battlegroups bereit. Dem vereinbarten Plan folgend, beteiligt sich auch das Bundesheer immer wieder mit Truppen an diesen Krisenreaktionskräften. So hält das Bundesheer u.a. ein Logistikbataillon für die zweite Jahreshälfte 2016 bereit.

Mögliche Einsatzszenarien für EU-Battlegroups reichen von humanitären und friedenserhaltenden Einsätzen über Evakuierungs- und Stabilisierungsoperationen bis hin zu Einsätzen zur Friedenssicherung.