Erstellt am 09. Februar 2018, 11:40

von NÖN Redaktion

Rückgang bei Dämmerungseinbrüchen. Das Bundeskriminalamt verzeichnet in der heurigen Herbst-Winter-Saison 300 Einbrüche weniger.

 |  APA

Seit dem Jahr 2014 bemüht sich Österreichs Exekutive, verstärkt gegen Einbrüche in der Dämmerung, die vielfach in den Herbst- und Wintermonaten stattfinden, vorzugehen. Offenkundig mit einigem Erfolg, wie nun das Bundeskriminalamt in einer Zwischenstatistik bekanntgibt.

Im Vergleichszeitraum von November 2017 bis Anfang Februar 2018 zum Jahr davor wurden immerhin 16 Prozent weniger Dämmerungseinbrüche verzeichnet, das waren in absoluten Zahlen knapp 300 Einbrüche weniger, wie in einer Aussendung mitgeteilt wurde.

Aufklärungsquote ist ebenfalls gestiegen

Exakt wurden demnach 1440 Dämmerungseinbrüche in der heurigen Herbst-Winter-Periode bisher registriert. Die Aufklärungsquote ist ebenfalls gestiegen. 100 Fälle konnten geklärt werden, das waren sieben Prozent mehr als in der vergangenen Herbst-Winter-Saison. Dabei wurden von den ermittelnden Exekutivbeamten nach Angaben des Bundeskriminalamtes 65 Täter ausgeforscht. Die Täter kamen hauptsächlich aus Serbien (14), Georgien (9) sowie Österreich (8) sowie Rumänien (7).

Im Bundeskriminalamt wird der Rückgang an Dämmerungseinbrüchen – die in den meisten Fällen zwischen 16 und 21 Uhr stattfinden – auch auf die verstärkten Präventionsmaßnahmen in den vergangenen Jahren zurückgeführt. Bei rund 30 Prozent der Fälle waren die Täter nicht erfolgreich und mussten ohne Beute das Weite suchen.

Vorbeugend kann schon helfen,  dass eine Vertrauensperson aus der Nachbarschaft das Wohnhaus im Auge behält und beispielsweise den Postenkasten regelmäßig entleert. Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) ist es ein Hauptanliegen, dass vor allem die Ausrüstung der Ermittler weiter verbessert wird, um die Arbeit der Polizei etwa bei der Spurensicherung zu unterstützen und damit die Aufklärungsquote zu heben.