Erstellt am 14. April 2016, 08:18

von Freiwillige Feuerwehr

Horrorcrash auf A1 - Insassen hatten Schutzengel. Zu einer Fahrzeugbergung nach einem Verkehrsunfall wurde die Feuerwehr Neulengbach-Stadt am 13.04.2016 kurz vor Mittag alarmiert.

 |  NOEN, FF Neulengbach-Stadt

Als die Einsatzkräfte am Unfallort auf der Westautobahn ankamen, fanden sie einen total beschädigten Pkw vor, der offensichtlich von einem Lkw derart ramponiert worden war. 
 
Eine Autolenkerin hatte mit ihrem Kleinbus einen Lkw überholt, als dieser plötzlich die Spur wechselte. Offenbar hatte der Lenker den Kleinbus übersehen. Der Lkw touchierte den Bus, der daraufhin ins Schleudern geriet, links gegen die Betonleitwand krachte, sich drehte und quer auf dem ersten Fahrstreifen zum Stillstand kam.

Frau unverletzt

Ein nachfolgender Lkw-Fahrer konnte nicht mehr anhalten und krachte mit Wucht in den querstehenden Pkw.  Erst nach ca. 50 Metern kamen die beiden Fahrzeuge zum Stehen. Der Kleinbus war auf der Fahrerseite völlig zertrümmert und die Heckklappe war ebenfalls zerstört.
 
Die Lenkerin hatte unwahrscheinliche Glück und entstieg dem Wrack praktisch unverletzt. Auch der Lkw-Fahrer hatte keine Blessuren davongetragen.
 
Nun führte die verunfallte Dame in ihrem Bus aber auch zwei Schäferhunde mit. Diese befanden sich im Heck des Fahrzeuges in zwei stabilen Transportkäfigen aus Metall. Auch die Hunde überstanden den Crash unversehrt, doch waren die beiden Käfige massiv in dem Wrack eingeklemmt.

Die Hunde auf der Autobahn zu befreien, wäre zu gefährlich gewesen. Also wurde der zerstörte Kleinbus kurzerhand auf das Wechselladerfahrzeug verladen und zur Park-and-Ride-Anlage bei der Autobahnausfahrt Böheimkirchen gebracht.

Mustergültige Hunde

Dort wurde das hydraulische Rettungsgerät des Schweren Rüstfahrzeuges in Betrieb genommen und die beiden Käfige fachgerecht aus dem Wrack geschnitten. Die beiden Vierbeiner, von ihrem „Frauerl“ ständig durch gutes Zureden beruhigt, verhielten sich mustergültig.

So konnten sie der überglücklichen Besitzerin bereits nach kurzer Zeit heil übergeben werden und wurden auch sogleich zum nahen Bach geführt, um sich nach dem Schreck ordentlich laben zu können. Die Feuerwehrkameraden konnten nach etwa einer Stunde wieder einrücken.

Die FF Neulengbach-Stadt mit 2 Fahrzeugen und 6 Mitgliedern, die Autobahnpolizei und die Asfinag wurden eingesetzt.