Erstellt am 11. März 2016, 11:20

von NÖN Redaktion

Innovative Lagedarstellung bei Übung „Schutz16-NÖ“. Fast vorbei sind die Zeiten, als Lagekarte mit Klarsichtfolie, Nadeln, Fähnchen und Filzstift-eintragungen den Mittelpunkt eines jeden Gefechtsstandes bildeten. Jetzt neu, „PHOENIX“ als zeitgemäße digitale Lagerdarstellung.

Die Anzeige erfolgt mittels GPS-Daten in Echtzeit. Foto: Bundesheer/Albin Fuss  |  NOEN, Albin Fuss
Egal ob auf der hochauflösenden elektronischen Videowall oder am Computer Desk Top, diese Art der Lagedarstellung bietet allen führungs-verantwortlichen Kommandanten ein aktuelles Lagebild in Echtzeit.

Die Übung „Schutz16-NÖ“ der Landespolizeidirektion NÖ und des Militärkommandos NÖ in den Bezirken Amstetten und Melk beschreitet mit den digitalen Führungsmitteln neue Wege.

Reaktionszeiten verkürzt

Erstmalig bei dieser Übung, bietet das neue „PHOENIX“ System in Kombination mit dem GPS verknüpften Funkgerätesystem „CONRAD“ sowohl der Führungs-, als auch der Unterstützungszentrale des MilKdo NÖ das beste Führungsinformationssystem der Republik.

Schon im Jahre 2008 zeigte das österreichische Führungsinformationssystem beim Interoperabilitätstest die Fähigkeit zum Datenaustausch gemäß Vorgaben der NATO und 13 weiteren Ländern. Seine Feuertaufe bestand „PHOENIX“ im Jahr 2013 bei der internationalen Großübung „EURAD“ am Truppenübungsplatz Allentsteig, als gleichzeitig ein Hochwasser den Assistenzeinsatz des Bundesheeres erforderte.

Durch ein umfassendes Phönix-Lagebild und den damit verbundenen, verkürzten Reaktionszeiten konnte das einsatz-führende Kommando die vorhandenen Kräfte für die militärische Übung, aber auch den Assistenzeinsatz im Zuge der Naturkatastrophe effizient und erfolgreich steuern.

x  |  NOEN, Bundesheer/Albin Fuss


Ein weiterer Qualitätssprung gelang den Betreibern nach der Einrichtung spezieller IT-Schnittstellen mit dem neuen Truppenfunksystem „CONRAD“. Verknüpft mit GPS sind alle Funkgerätebetreiber und damit auch die eingesetzten Truppen am Bildschirm zu lokalisieren. Das bedeutet, dass die Truppenteile in Echtzeit nachverfolgt sowie punktgenau geführt und eingesetzt werden können.

Allerdings ganz ohne parallele Führung der herkömmlichen Lagekarte geht es dann doch nicht. Denn sollten zum Beispiel im Falle einer technischen Störung die Bildschirme schwarz bleiben, braucht man zur Erfüllung der gestellten Aufträge selbstverständlich ein Backup System.

Mehr zur Großübung in den Bezirken Melk und Amstetten: