Erstellt am 30. November 2017, 17:47

von APA Red

Landtag wird Gatterjagdverbot nach Wahl beschließen. Der niederösterreichische Landtag wird sich in der ersten Arbeitssitzung nach der Landtagswahl am 28. Jänner 2018 mit der Änderung des Jagdgesetzes befassen, bekräftigte ÖVP-NÖ-Klubobmann Klaus Schneeberger.

Symbolbild  |  SVshot/Shutterstock.com

Mit der vorangehenden Begutachtung werde eine rechtsstaatliche Beteiligung ermöglicht und Rechtssicherheit gewährleistet.

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf begrüßte, dass sein Vorschlag zur Auflassung der Jagdgatter weiterverfolgt werde. "Seit 2016 werden bereits keine neuen Jagdgatter mehr genehmigt. Die bestehenden umfriedeten Eigenjagden sollen demnach mit 2029 aufgelassen werden", erklärte Pernkopf in einer Aussendung.

Der VGT (Verein gegen Tierfabriken) hatte einen Landtagsbeschluss noch in der Dezember-Sitzung gefordert. Das Geschäftsstück soll im kommenden Landwirtschaftsausschuss behandelt und in Begutachtung geschickt werden, teilte der ÖVP-Landtagsklub daraufhin mit.

Am Abend dankte VGT-Obmann Martin Balluch dem LH-Stellvertreter "für sein Rückgrat" und die Zusicherung, dass das Gatterjagdverbot bei der ersten Landtagssitzung nach Konstituierung, also vermutlich im März 2018, beschlossen werden soll. Die rund 30 Tierschützer, die das Landhaus am Donnerstag "besetzt" hatten, durften der Aussendung zufolge von der Polizei unbehelligt gehen, nur Balluch selbst habe mit einer Anzeige wegen Ordnungsstörung zu rechnen.