Erstellt am 15. Dezember 2015, 05:43

von NÖN Redaktion

Jagdleiter wehrt sich. Tierschützer Balluch bezichtigt Jäger, bei Gatterjagd auf ihn angelegt zu haben.

Martin Balluch  |  NOEN, zVg
Martin Balluch, Obmann des Vereines gegen Tierfabriken und Jagdgegner, behauptet, am 28. 11. von einem Jäger bei einer Gatterjagd im Liechtenstein’schen Revier in Hausbrunn (Bezirk Mistelbach) Opfer eines Mordversuches geworden zu sein: Ein Jäger habe auf ihn gezielt und abgedrückt. Balluch hat über seinen Anwalt bei der Staatsanwaltschaft Krems Anzeige wegen des Verdachtes des Mordversuches und der Gefährdung der körperlichen Sicherheit unter besonders gefährlichen Verhältnissen eingebracht.

Der Jagdleiter der Hausbrunner Gatterjagd zur NÖN: „Ich sehe der Anzeige gelassen entgegen!“ Dass ein Jäger einen Schuss auf einen Jagdgegner abgegeben habe, bezweifle er. Die Jagd habe mehrfach unterbrochen werden müssen, weil Jagdgegner sich im Gatter befunden hätten. Man habe zwar die Polizei gerufen, Anzeige sei aber nicht erstattet worden. Die Gegner hätten sogar eine Drohne im Einsatz gehabt, mit der sie über der Gatterjagd geflogen seien und fotografiert hätten. Der Landesjagdverband will die Ermittlungen der Exekutive abwarten: „Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass es sich hier um einen Mordversuch handelt“, so Geschäftsführer Peter Lebersorger.