Erstellt am 05. Juli 2016, 04:01

von Nina Wieneritsch

Kampf um jede Sekunde. 1.483 Truppen wollten am Wochenende in Zistersdorf nur eines: Schnellste Mannschaft sein.

Voller Einsatz auf dem Bewerbsplatz auch bei der Wettkampfgruppe  |  Knotz

Wenn 10.000 Ortsfremde drei Tage lang in einer 3.500-Einwohner-Stadt zu Gast sind, herrscht Ausnahmezustand. So geschehen vergangenes Wochenende in Zistersdorf (Bezirk Gänserndorf), wo sich 1.483 Wettkampf-Truppen aus ganz NÖ den 66. Landesfeuerwehr-Leistungsbewerben gestellt haben – und die hatten es in sich.

Sommertemperaturen und Wettkämpfe – Kuppelbewerbe sowie Staffelläufe – sorgten bereits am Freitag für hitzige Schlachten auf dem und um das Gelände des städtischen Sportplatzes. Auch am Samstag wurde dann um den Sieg gerittert. Erklärtes Ziel aller Mannschaften: Schnellste Feuerwehr Niederösterreichs werden – ein Traum, der für einige in Erfüllung ging (siehe Infobox rechts).

Doch so heiß der zweite Wettkampf-Tag begonnen hatte, so nass ging er zu Ende. Sämtliche Bewerbe konnten dennoch durchgeführt werden, nur dem NÖ Fire Cup (bei dem die schnellsten Gruppen des Vorjahres gegeneinander antreten) wurde das Wetter zum Verhängnis: Aufgrund eines Gewitters, das Samstagabend über das südliche Weinviertel hinweg zog, musste der Parallelbewerb vorzeitig abgebrochen werden.

Sieg für Pellendorf und Kirnberg beim Fire Cup

Zwei Mannschaften konnten nicht mehr starten, gewertet wurde aber trotzdem: In der Kategorie Bronze A (ohne Alterspunkte) konnte sich die FF Pellendorf (Bezirk Wien-Umgebung) vor St. Veit 1 (Bezirk Lilienfeld) und Teesdorf 1 (Bezirk Baden) durchsetzen. Den Bewerb Bronze B (mit Alterspunkten) entschied Kirnberg 3 (Bezirk Melk) für sich – sie landete vor Weigelsdorf 2 (Bezirk Baden) und Etzen (Bezirk Zwettl) auf dem ersten Platz.

Die FF Pellendorf schaffte dank sportlicher Leistung beim Fire Cup den Sprung aufs Siegertreppchen.  |  NOEN

Bei der Siegerehrung am Sonntag gratulierten dann nicht nur das Landesfeuerwehr-Kommando, Landesrat Stefan Pernkopf, Landeshauptmann-Stellvertreterin Karin Renner, Landtagsabgeordnete Amrita Enzinger und NÖ-Landwirtschaftskammer-Präsident Hermann Schultes, sondern auch Landeshauptmann Erwin Pröll, der die wichtige Funktion der Feuerwehren in den Gemeinden betonte.

Bemerkenswert war wie immer auch das Geschehen rund um das Mega-Event: An den drei Bewerbstagen waren Hunderte freiwillige Helfer der FF, der Rettung und des Sportvereins im Einsatz, um die Gäste zu versorgen. Bereits im Vorfeld hatte man so unter anderem 10.000 Liter Bier, eine Tonne Pommes, 5.000 Schnitzel, 300 Kilo Kotelettes und vieles mehr vorbereitet. Übrigens: Nächstes Jahr werden die Leistungsbewerbe in St. Pölten stattfinden.