Erstellt am 11. Oktober 2016, 05:28

von Jutta Hahslinger

Einweisung nach Würgeattacke auf Heimleiterin. Nach seiner Attacke an einer Caritas-Heimleiterin muss besachwalteter Insasse in Anstalt für abnorme Rechtsbrecher.

Geld für ein Smartphone wollte sich ein 36-Jähriger mit Gewalt verschaffen.  |  NOEN, Symbolfoto: Wocdicka

„Ich habe das nicht gern gemacht. Aber ich will halt auch das, was andere haben. Aber ich wollte sie nicht umbringen. Ich war halt grantig auf sie. Und als sie mir kein Geld für ein neues Handy mit Internet gab, bin i narrisch geworden und ich habe sie an der Gurgl gepackt und zugedrückt“, schildert ein 36-Jähriger vor Gericht, warum er die Leiterin der Caritaseinrichtung in Lanzendorf (Bezirk Wien Umgebung) angegriffen hat.

Die Erklärungen der Heimleiterin, dass sie gar nicht in der Lage sei, ihm ein Geld auszuhändigen, drangen zu dem aufgebrachten Besachwalteten und geistig Beeinträchtigten mit einer hochgradigen Persönlichkeitsstörung nicht durch.

Zeugen schildern gefährliche Situation

„Wir mussten ihn von ihr wegreißen. Von alleine hätte er nicht aufgehört und von ihr abgelassen“, berichten Zeugen und schildern eine brisante und gefährliche Situation.

Der 36-Jährige verbrachte seine Kindheit laut eigenen Angaben vermehrt in Heimen und Krankenhäusern. Er räumt auch vermehrten Alkoholkonsum ein, der in Kombination mit seiner Medikation öfters zu Ausrastern und Problemen führte. Er sieht ein, dass er Hilfe braucht. „Man muss ihm Einhalt gebieten. Er hat sich nicht unter Kontrolle und derartige Gewalttaten können wieder passieren“, befindet ein psychiatrischer Sachverständiger und empfiehlt eine Einweisung. Der Schöffensenat kommt der Empfehlung nach und ordnet die Einweisung des 36-Jährigen in eine Anstalt für abnorme Rechtsbrecher an. Rechtskräftig.