Update am 10. April 2017, 12:32

von Nikolaus Dopler

Rotes Kreuz reiste 55 Mal zum Mond und wieder retour. Ein weiter Anstieg an Freiwilligen und steigende Zahlen im Rettungsdienst prägten das vergangene Einsatzjahr des niederösterreichischen Roten Kreuzes.

RK NÖ / H. Kellner

Das niederösterreichische Rote Kreuz blickt auf ein einsatzreiches Jahr 2016 zurück: Mehr als 2,9 Millionen Stunden haben die über 17.300 Freiwilligen geleistet. „Das zeigt einmal mehr, dass Niederösterreich das Land der Freiwilligen ist“, resümiert Landeshauptmann-Stellvertreterin Johanna Mikl-Leitner. So wurden im Rettungs- und Sanitätsdienst im vergangenen Jahr 38.803.968 Kilometer zurückgelegt – das entspricht rund 55 Mal der Strecke von der Erde zum Mond und wieder retour.

RK NÖ / H. Kellner

Bemerkenswert ist, dass rund 70 Prozent der Zivildiener auch nach ihrem neun-monatigen Einsatz dem Roten Kreuz erhalten bleiben. In diesem Hinblick stellt Johanna Mikl-Leitner fest, dass 2013 bei der Volksbefragung zur Wehrpflicht die richtige Entscheidung getroffen wurde.  Der Erhalt des Wehrdienstes habe demnach auch starke positive Auswirkung auf das Rote Kreuz.

"Wir brauchen die Expertise des Roten Kreuzes"

Dass zudem die Einsatzstatistik um 3,7 Prozent angewachsen ist, lässt auch Landesrat Maurice Androsch Bilanz ziehen: „Wir brauchen die Expertise des Roten Kreuzes.“  Hier führt Josef Schmoll, Präsident des Roten Kreuzes Niederösterreich, weiter aus und nimmt Stellung zu den genauen Zahlen: „Wir verzeichnen im Jahr 2016 über 811.000 Rettungs-, Notarzt- und Sanitätseinsätze.“

Nikolaus Dopler

Die Leistungen des Roten Kreuzes gehen aber über die klassischen Einsätze hinaus. Denn auch Gesundheits- und Soziale Dienste werden vermehrt wahrgenommen. Speziell bei der Seniorenbetreuung zählte das Rote Kreuz im vergangenen Jahr steigende Zahlen. Geprägt wurde das Jahr auch von der Betreuung von Asylwerbern. Besonders stolz zeigt sich Präsident Josef Schmoll jedoch über mehr als 4.000 Kinder und Jugendliche in den Jugendgruppen des Roten Kreuzes in Niederösterreich.

Nikolaus Dopler