Erstellt am 23. September 2016, 09:53

Neue Betrugswelle: Polizei warnt vor "Kanzlei Schmidt". Eine angebliche Berliner Anwaltskanzlei setzt heimische Unternehmen und auch Privatpersonen unter Druck. Per Fax wird zur Zahlung von 950 Euro für das Abrufen eines Erotikfilms aufgefordert. Ein perfider Betrugsversuch.

Lichtbild Bundesministerium für Inneres

Lichtbild Bundesministerium für Inneres

Vielen Unternehmern und Privatpersonen ist dieser Tage ein Fax ins Haus geflattert, das nur auf ersten Blick seriös wirkt. Die Berliner Kanzlei Schmidt mahnt per Fax, dass sich der Empfänger einen Erotikfilm illegal im Netz angeschaut beziehungsweise diesen über seinen Internetanschluss "verfügbar gemacht hat".

Um die Urheberrechtsverletzung vergessen zu machen, bietet die Kanzlei einen Vergleich an. Wenn der Empfänger eine Unterlassungserklärung unterschreibt und einen Vergleichsbetrag von 950 Euro überweist, sei das Thema erledigt.

Ein solches Schreiben ging bereits an hunderte österreichische Firmen. Auch in den Bezirken Zwettl, Gmünd und Wien-Umgebung sind laut ORF NÖ bereits mehrere Fälle bekannt. Die Schreiben sind der Polizei zufolge in ihrer Aufmachung alle gleich gestaltet. Die Ermittler raten jedenfalls dringend davon ab, den geforderten Betrag zu bezahlen oder eine Unterlassungserklärung zu unterschreiben.