Erstellt am 13. Mai 2016, 12:32

von APA Red

Mitglieder einer Autoschieberbande verurteilt. Als Mitglieder einer europaweit agierenden Autoschieberbande sind zwei Serben am Freitag am Landesgericht Wiener Neustadt wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs verurteilt worden.

 |  NOEN, Erwin Wodicka (Erwin Wodicka)
Die beiden 43-jährigen Männer nahmen die teilbedingten Strafen, jeweils 21 Monate Haft, davon 14 Monate bedingt, an. Die Urteile sind nicht rechtskräftig, da der Staatsanwalt keine Erklärung abgegeben hat.

Teure Autos nach Serbien gebracht und "gestohlen" gemeldet ...

Am Heiligen Abend 2015 gingen die zwei Täter der Polizei an der serbisch-ungarischen Grenze ins Netz. Zusammen mit Kollegen aus Bayern konnte die heimische Polizei ermitteln, mit welcher "Masche" die Autoschieberbande - eine 25-jährige Frau und ein weiterer Serbe sind flüchtig - vorgegangen war: Man mietete an Flughäfen sündteure Autos an, brachte sie nach Serbien und rief von dort aus die schwedische Polizei an, um die Autos als gestohlen zu melden.

Insgesamt elf Autos sollen so in Serbien gelandet sein. Die beiden Angeklagten in Wiener Neustadt (Verteidiger: Rudolf Mayer, Armin Krall) mussten jetzt für vier Limousinen im Wert von knapp 90.000 Euro geradestehen. Die Autos, die sie hier in Empfang nahmen und in ihre Heimat verbrachten, waren ein Mercedes GLK 220, ein BMW 320 D, ein Audi Q 5 und ein BMW X 1.

Die Beschuldigten gaben alles zu, verrieten aber ihre Hintermänner nicht. Auch das Faktum, dass man nicht nur in Österreich, sondern auch in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland derartige Mietauto-Betrügereien begangen hatte, gestanden sie.

Der Erstangeklagte könnte, falls die Staatsanwaltschaft das Urteil akzeptiert, bereits kommende Woche aus der Haft bedingt entlassen werden, weil er den Großteil der Strafe schon in U-Haft abgesessen hat. Der Zweitangeklagte hingegen wird an Deutschland ausgeliefert, wo ihn ebenfalls ein Prozess erwartet.