Erstellt am 11. Oktober 2016, 06:24

von Gila Wohlmann

Polizei NÖ startet auf Twitter durch. Polizei nutzt Microblogging-Dienst, um rascher Informationen zu den Bürgern zu bringen.

 |  APA (dpa/Symbolbild)

Der Start steht in den nächsten Tagen an: Die Landespolizeidirektion (LPD) Niederösterreich geht auf den Microblogging-Dienst Twitter.

„Wir wollen viele Infokanäle nutzen, daher auch Twitter“, begründet Markus Haindl von der Landespolizeidirektion NÖ diesen Schritt. Das Ziel: noch schnellerer, direkterer Kontakt zur Bevölkerung. „Da zielen wir auf die jüngere Generation“, so Haindl. Doch was will die Exekutive via Twitter überhaupt verbreiten? „Dieses Medium bietet uns viele Möglichkeiten.

Münchner Polizei als Vorbild

Nach Ereignissen wie einem Verkehrsunfall können wir Verkehrsmeldungen bekannt geben, Verhaltensregeln bei Naturkatastrophen, aber auch Sicherheitsanweisungen im Falle einer terroristischen Bedrohung“, erläutert er. Vorbild sei die Münchner Polizei. „Beim Amoklauf beim Olympia-Einkaufszentrum konnten die deutschen Behörden sehr rasch über Twitter viele Menschen erreichen“, weiß er. Besteht da nicht Gefahr, eine Massenpanik zu schüren? „Nein. Wir werden sehr überlegt mit den Inhalten unserer Tweets vorgehen. Außerdem ist es immer besser, gezielte Informationen weiterzugeben als die Bevölkerung in Ungewissheit zu lassen“, betont Haindl. Wichtig: Man kann via Twitter keine Anzeigen erstatten und keinerlei Notrufe absetzen!

Twitter soll als Kommunikationsplattform zu Journalisten dienen, Pressemeldungen auch via Twitter verteilt werden. „Wir erstellen im Bereich unseres Öffentlichkeitsarbeitsteams einen wöchentlichen Redaktionsplan; mit Präventionsthemen wollen wir so verstärkt auf die Bürger zugehen.“ In Hinkunft ist ebenso eine Nutzung von Facebook angedacht.