St. Valentin

Update am 13. Juli 2016, 10:27

von APA Red und Christoph Dworak

Heftige Unwetter hielten Feuerwehren in Atem. Heftige Unwetter haben in der Nacht auf Mittwoch wieder Hunderte Feuerwehrleute in Niederösterreich, der Steiermark und Salzburg in Atem gehalten. Betroffen war auch der Flughafen Wien-Schwechat, wo laut einem Ö3-Bericht Flüge abgesagt oder umgeleitet werden mussten.

 |  APA (Symbolbild/Archiv)

Der gesamte NÖ Bezirk Amstetten war massiv von Unwettern betroffen. Starkregen setzte Garagen und Keller bis zu einem Meter unter Wasser, schilderte der niederösterreichische Feuerwehrsprecher Franz Resperger. 80 Notfälle wurden registriert.

, die in einer überfluteten Unterführung feststeckten.

Die heftigen Regenfälle breiteten sich auch auf die Bezirke Melk und St. Pölten aus. Mit Stand 22.00 Uhr hielt die Feuerwehr bei insgesamt 220 Einsätzen. Von Unwettern betroffen waren bereits am Nachmittag die Bezirke Neunkirchen, Wiener Neustadt und Mödling.

Im Bezirk Scheibbs waren die Feuerwehren Scheibbs, Hub-Lehen, Steinakirchen, Zarnsdorf, Gaming und Wieselburg  mit insgesamt über 15 Einsätzen konfrontiert.

Überschwemmungen im Bezirk Baden

Die heftigen Gewitterzellen sorgten auch im westlichen Bereich des Bezirkes Baden für mehrere FF-Einsätze. Das Einsatzspektrum reichte von Sturmschäden (umgestürzte Bäume oder größere Äste auf Verkehrsflächen, großflächige Überflutungen, Verklausungen, diverse Auspump- und Sicherungsarbeiten bei Gebäuden, Freiflächen und Bächen, Einsätze im Straßenverkehr bis hin zu einigen Fehlalarmen bei ausgelösten Brandmeldeanlagen durch Wassereintritt).

Blaues Auge für Bezirk Mödling

Der Bezirk Mödling ist laut Bezirksfeuerwehrkommandant Richard Feischl bis auf wenige kleinere Einsätze mit einem blauen Auge davon gekommen. Unter anderem stand im Industriezentrum NÖ-Süd eine Lagerhalle mehrere Zentimeter unter Wasser.

Wipfel eines Maibaums flog auf Schuldach

Beinahe in der ganzen Steiermark gab es Schäden durch umgestürzte Bäume und Hagel. Im Raum Gleisdorf wurden unzählige Fahrzeuge im Freien sowie Obst- und Weinkulturen beschädigt. Im Bezirk Murtal flog ein Wipfel eines Maibaumes auf ein Schuldach.

Die oststeirische Gasen wurde teilweise überflutet, eine Straße war gesperrt. Wegen umgefallener Bäume war auch die Phyrnautobahn (A9) zwischen der Mautstelle und dem Gleinalmtunnel in Richtung Graz gesperrt. 100 Feuerwehreinsätze wurden gegen 18.00 Uhr über die ganze Steiermark verteilt verbucht, gegen 19.30 Uhr waren rund 1.000 Feuerwehrleute im ganzen Land im Einsatz.

Stark betroffen war auch Salzburg. Eine Gewitterzelle mit Sturmböen bis über 100 km/h und heftige Regenfälle führten wie schon am Tag zuvor auch am Dienstagabend zu zahlreichen Feuerwehreinsätzen. Keller und Unterführungen mussten ausgepumpt und umgestürzte Bäume entfernt werden. Auch Dächer seien abgedeckt worden.

Betroffen von dem Unwetter waren vor allem der Pinzgau, der Tennengau, die Stadt Salzburg und der Flachgau. 32 Feuerwehren waren am Abend im Einsatz. Laut Landesfeuerwehrkommando Salzburg zählten das Saalachtal und der Flachgau von Großgmain über das Gaisberg-Gebiet bis Strobl am Wolfgangsee zu jenen Gebieten, die von der massiven Gewitterzelle am meisten betroffen waren.