Erstellt am 26. Juli 2016, 13:20

von Stefan Obernberger

Schwieriger Heli-Einsatz bei Nacht: Frau gerettet.

Christophorus 15, ÖAMTC

21.30 Uhr, Dunkelheit, stellenweise Nebel, Blitze eines herannahenden Gewitters am Himmel zu sehen: Das war  Montagnacht die Ausgangssituation für die Flugrettungscrew von Christophorus 15, als die Leitstelle Notruf NÖ die Besatzung über einen Notfall am Ötscher informierte. Eine rund 55-jährige Frau klagte beim Schutzhaus über stechende Kopfschmerzen. „Auch war sie nicht mehr vollständig bei Bewusstsein“, berichtet ein Retter gegenüber der NÖN.

Riskanter Flug für Einsatzkräfte

Für den erfahrenen Pilot Roland Eslitzbichler nun eine schwierige Entscheidung: Soll er den Einsatz noch annehmen und den Einsatzort anfliegen oder ist es doch für alle Beteiligten zu riskant? „Für das Fliegen sprach der Umstand, dass wir den Landeplatz beim Schutzhaus von unseren unzähligen Einsätzen dort bereits sehr gut kennen“, erklärt Eslitzbichler, „weshalb wir dann letzten Endes doch gestartet sind“.

Wegen des dichten Nebels oberhalb des Schutzhauses mussten sie jedoch der Lifttrasse entlang fliegen. Trotz der erschwerenden Umstände: Nach wenigen Minuten erreichte das Notarztteam den Notfallort, wo sich die Patientin bereits in einem lebensbedrohlichen Zustand befand, denn sie war kaum mehr ansprechbar.

In Linzer Landes-Nervenklinik geflogen

Nach der Erstversorgung durch die Notärztin und Anästhesistin Dr. Ulrike Teufl und den Flugrettungssanitäter Wolfgang Frühwirth wurde die Frau mit neurologischen Notfallsymptomen in die Linzer Landes-Nervenklinik Wagner-Jauregg  geflogen, wo die Frau derzeit betreut wird.

Für die die Flugretter eine Selbstverständlichkeit, in solch einer Situation zu helfen. Für die Patientin wohl wahrlich „die gelben, lebensrettenden Engeln“ aus der Luft…