Erstellt am 22. Juni 2016, 11:25

von LPD Burgenland

Polizei deckte internationalen Suchtmittelhandel auf!. Von einem international tätigen Suchtmittelring wurden alleine in Österreich Suchtmittel im Wert von ca. 1 Million Euro Schwarzmarktwert in Umlauf gebracht. Nun wurde er gesprengt.

 |  NOEN, LPD Burgenland

Das Bezirkspolizeikommando Neusiedl am See (Burgenland) hatte seit Anfang 2015 umfangreiche Ermittlungen gegen eine internationale Tätergruppe durchgeführt. Diese war überwiegend in der Goa-Techno Szene tätig.

32 Personen konnte der langjährige Suchtmittelhandel an eine Vielzahl von Abnehmer nachgewiesen werden und zwar mit:

  • ca. 4,4kg Kokain

  • ca. 13.000 LSD Trips

  • ca. 7kg Amphetamin

  • ca. 3kg MDMA (chemische Droge)

  • ca. 21kg Cannabisblüten

  • ca. 200g Heroin

Drei Haupttäter (ein 62-jähriger Kanadier, ein 41-jähriger Schwede und ein 36-jähriger Italiener) hatten weltweit Goa-Technopartys besucht um Kontakte mit Suchtmittelabnehmern zu knüpfen. Nach erfolgten Geschäftsanbahnungen über soziale Netzwerke, E-Mail sowie telefonische Vereinbarungen reiste das Trio in die Länder ihrer Abnehmer.

Der Kanadier, der Schwede und der Italiener bezogen ihre Suchtmittel von Kontaktpersonen in Indien, den Niederlanden und den USA. Die Drogen wurden entweder von den Tätern selbst (per Bus Zug oder Luftweg) transportiert oder durch Postsendungen an Kontaktadressen nach Österreich geschickt. Die Abnehmer in Österreich verkauften die Suchtmittel ebenfalls gewinnbringend weiter.

Bei insgesamt 32 Hausdurchsuchungen in Österreich wurde folgendes sicher gestellt:

  • ca. 3,5kg Amphetamin

  • ca. 2,7kg Cannabis

  • ca. 2.000 LSD-Trips

  • ca. 180g Kokain

  • ca. 400g MDMA (chemische Droge)

  • ca. 270 Ecstasy-Tabletten

  • hohe Bargeldbeträge und Vermögenswerte aus dem Suchtmittelhandel

  • verbotene Waffen

In Österreich konnten 32 Tätern aus Österreich, Deutschland, Polen, Italien, Schweden, Kanada sowie Serbien ausgeforscht werden. 26 Personen wurden in diverse Justizanstalten eingeliefert.

Die Täter wurden teilweise zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt, unzählige Suchtmittelabnehmer wurden der Staatanwaltschaft zur Anzeige gebracht.