Erstellt am 21. April 2016, 12:13

von Eva Hinterer

Polizei klärt Bankraub- und Einbruchsserie. Vier Rumänen und ein Paar aus dem Mostviertel wurden geschnappt.

Foto vom Gebäude der Raika Kemmelbach, die nach dem insgesamt fünften Überfall Ende Februar 2015 geschlossen wurde.  |  NOEN, Fahrnberger

Zwei große Fälle konnte die NÖ Polizei aktuell klären, am Donnerstag präsentierte man fast zeitgleich mit der Angelobung Wolfgang Sobotkas als neuer Innenminister der Ermittlungserfolge.

Fall 1: Einbruchsserie

Eine Einbruchsserie in Ober- und Niederösterreich in Schulen, Kindergärten und Vereinshäuser. Vier Rumänen startenen mit Anfang September 2015 eine ausgedehnte Einbruchsserie, begingen dabei 43 Straftaten. Computer, Laptops und Bargeld wurden gestohlen. Der Gesamtschaden liegt bei 237.000 Euro; bemerkenswert daran ist, dass der Schaden durch Beschädigungen den der Beute um das Vierfache übersteigt. Denn die Rumänen (drei sind 29, einer 47 Jahre alt), sind mit großer Brutalität vorgegangen, rissen Zylinderschlösser heraus oder drangen mit dem Brecheisen in Gebäude ein.

Klärung ist Zeugen zu verdanken

Die Klärung der Serie ist letztlich aufmerksamen Zeugen zu verdanken: In der Nacht vom 11. auf den 12. Dezember 2015 beobachteten sie in der Nähe von Oed im Mostviertel einen Ford Mondeo mit bulgarischem Kennzeichen, der als einziges Fahrzeug nicht angeeist war. Die Zeugen fotografierten das Fahrzeug und meldeten den Vorfall der Polizei. Wenig später wurden in Wallsee der selbe Ford Mondeo sowie ein Audi mit bulgarischem Kennzeichen gesichtet, deren Insassen sich unterhielten.

All diese Spuren führten  letztlich zu einer Wohnung in Wien 11, die von der Polizei observiert und schließlich durchsucht wurde. Dabei konnte einiges an Diebsgut sichergestellt werden, die vier geständigen Rumänen sind mittlerweile in Haft.

Fall 2: Ehepaar geschnappt

Fünf Banküberfälle aus den Jahren 2014, 2015 und 2016 wurden mit der Festnahme eines Ehepaares (41 und 43) aus dem Mostviertel geklärt. Die beiden hatten Banken in Viehdorf, Mauer-Öhling, Kemmelbach, St. Martin am Ybbsfeld und Ferschnitz überfallen.

Die Schadenssumme wird nicht genannt. Die Bankräuber haben gestanden, die Taten wegen ständiger finanzieller Probleme – der Mann hat seine Drogensucht zugegeben – begangen zu haben.

Den ausführlichen Bericht finden Sie hier: