Erstellt am 30. Oktober 2015, 09:08

Polizei NÖ mit Appell zum Halloween-Wochenende. Am Samstag steht Halloween vor der Tür. Die Beamten der Landespolizeidirektion Niederösterreich werden ein besonderes Augenmerk auf Sachbeschädigungen, wie die Exekutive in einer Aussendung bekanntgab.

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Bei Brennpunkten, unter anderem in der Innenstadt von Wiener Neustadt und anderen Örtlichkeiten, an denen Halloween-Veranstaltungen stattfinden, würde es laut der Aussendung am Wochenende verstärkte Kontrollen geben.

Zivilrechtliche Forderungen möglich

Die Polizei hält fest: "Die Erfahrungswerte der letzten Jahre zeigen, dass es an Halloween-Wochenenden zu einer Häufung von Sachbeschädigungen kommt. Die Erfahrungen zeigen auch, dass diese Straftaten aufgrund verstärkten Alkoholkonsum und der dadurch resultierenden Enthemmtheit verübt werden."

Bei vielen Vandalenakten würden Kinder und Jugendliche auch von anderen Beteiligten zu Mutproben genötigt, um als ‚cool‘ zu gelten und einer Clique angehören zu können.

"Auch wenn Jugendliche unter 14 Jahren noch nicht strafrechtlich belangt werden können, haben Geschädigte die Möglichkeit, von den Eltern zivilrechtliche Forderungen und die Wiedergutmachung des entstandenen Schadens bei Gericht einzuklagen. Zudem erfolgt ein Bericht an das zuständige Jugendamt", betonte die LPD in ihrer Aussendung.

Vorstrafen könnten Teenies drohen

Die Polizei richtete außerdem einen Appell an die Jugendlichen, weniger Alkohol zu konsumieren und geplante Späße zu überdenken, da es sich bei Beschädigungen um strafrechtliche Delikte handelt und der oder die Täter dafür gerichtlich verantwortlich gemacht werden.

Das Beschmieren von Fassaden usw. sei gerichtlich strafbar. "Werden die Vandalenakte an Häusern für Religionszwecke oder an Gräbern oder Denkmäler verübt, so sind dies schwere Sachbeschädigungen und ziehen eine mehrjährige Haftstrafe als Strafdrohung nach sich", so die Polizei.

Die Jugendlichen hätten dabei mit Vorstrafen zu rechnen, "wobei dann berufliche Wünsche und Ziele rasch zu Nichte gemacht werden können, weil viele Firmen Personen mit Vorstrafen nicht beschäftigen."

Aber auch an die Erziehungsberechtigten appellierte die Exekutive: "Führen Sie mit den Kindern und Jugendlichen klärende Gespräche, insbesondere darüber, welche ‚Streiche‘ gerichtlich strafbare Handlungen darstellen sowie über etwaige Konsequenzen solcher Vandalenakte und machen Sie sie fit für eine lustige und nicht strafbare ‚Halloween-Tour‘!"