Erstellt am 09. März 2016, 17:00

von APA Red und LPD NÖ

Polizei und Bundesheer üben gemeinsam Objektschutz. Die Landespolizeidirektion NÖ und das Militärkommando NÖ üben kommende Woche den gemeinsamen Objektschutz.

Objektschutz: Gemeinsame Übung von Soldaten und Polizisten in den Bezirken Amstetten und Melk.  |  NOEN, Militärkommando Niederösterreich
Von 9. bis 11. März (Mittwoch bis Freitag) findet in den Bezirken Melk und Amstetten eine gemeinsame Übung von Bundesheer und Polizei statt, die „Schutz NÖ-2016“. Insgesamt 900 Einsatzkräfte werden gemeinsam Einsätze zum Schutz der Infrastruktur üben.

Am 8. März fand in der Landespolizeidirektion NÖ die offizielle Übergabe des Behördenauftrages statt.



Landespolizeidirektor Franz Prucher übergab gemeinsam mit seinem Stellvertreter Rudolf Slamanig und dem behördlichen Einsatzleiter der Übung "Schutz16-NÖ" Roland Scherscher den Behördenauftrag an den NÖ Brigadier Rudolf Striedinger sowie den Chef des Stabes vom Militärkommandos Niederösterreich, Oberst Bruno Deutschbauer.

Prucher betonte die Wichtigkeit einer professionellen Zusammenarbeit, um auch im Krisenfall langfristig Sicherheit und die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung garantieren zu können und im Ernstfall schnellstmöglich in Kooperation den Einsatz zu bewältigen.

Rudolf Striedinger unterstrich die Notwendigkeit, das ausgezeichnete Verhältnis zwischen Polizei und Militär auch durch eine umfangreiche Übung auf der Ebene Landespolizeidirektion und Militärkommando zu vertiefen, um sich so auf mögliche gemeinsame Einsätze zum Schutz im Inneren vorzubereiten.

Roland Scherscher ist als Leiter des Landesamtes für Verfassungsschutz niederösterreichweit für den Schutz wichtiger Infrastruktur zuständig. Als behördlicher Einsatzleiter trägt er die Gesamtverantwortung für die Übung.

Scherscher führt als wesentliche Zwecke dieser Übung die Übertragung von polizeilichen Aufgaben und Befugnisse an die Soldaten, die Eingliederung des österreichischen Bundesheeres in die polizeiliche Führungsstruktur und die Einbindung der Bezirkshauptmannschaften in die integrierte Stabsarbeit der Landespolizeidirektion an.

Der Behördenauftrag enthält unter anderem die Übungsausgangslage, ein mögliches Bedrohungsbild und die wesentlichen Befugnisse, die die assistenzdienstleistenden Soldaten für die Erfüllung ihrer Aufgaben benötigen und im Bedarfsfall für eine Übung bzw. für einen Einsatz benötigen.

Um diese Befugnisse auch tatsächlich anwenden zu können, wurden alle teilnehmenden Angehörigen des Bundesheeres bereits im Vorfeld von professionellen Lehrkräften der Polizei geschult.


NÖN.at hatte bereits vergangene Woche berichtet:

Polizei und Heer üben gemeinsam Objektschutz

Die Landespolizeidirektion NÖ und das Militärkommando NÖ üben diese Woche den gemeinsamen Objektschutz.



Mit der Sicherung von Objekten in der Praxis ist am Mittwoch die seit Wochenbeginn laufende "Schutz16-NÖ" fortgeführt worden. Die Landespolizeidirektion NÖ und das Militärkommando NÖ üben unter diesem Titel gemeinsam in den Bezirken Melk und Amstetten. Soldaten sind dazu in den sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatz gestellt worden.

900 Jägerbataillon-Milizionäre, 60 Polizei-Beamte

x  |  NOEN, Stadt Melk
Ziel dieser Übung wird es sein, gemeinsam "mehrere wichtige Objekte" zu sichern und zu schützen. Die Soldaten erhalten dabei zur Erfüllung der geforderten Aufgaben gewisse polizeiliche Befugnisse, die "genau definiert werden".

Ziel der Übung ist es, gemeinsam "mehrere wichtige Objekte" zu sichern und zu schützen. Die Soldaten erhielten zur Erfüllung der geforderten Aufgaben gewisse polizeiliche Befugnisse, die "genau definiert" sind. An der "Schutz16-NÖ" nehmen etwa 900 Bundesheer-Angehörige und 50 Beamte der Polizei teil. Bei der Übung aufgeboten sind zudem 85 Kfz und vier Hubschrauber.