Erstellt am 10. Mai 2016, 04:04

von Tina Jedlicka

Raubüberfall auf Witwe: Acht Jahre. Pensionistin im Bezirk Neunkirchen brutal beraubt: DNA-Spuren überführten einen 18-fach vorbestraften Rumänen.

Der Rumäne schlug der Frau brutal ins Gesicht.  |  NOEN, Fritz Schaler
Die 74-jährige Witwe eines bekannten ORF-Moderators musste im November in ihrer Villa in Payerbach Todesängste durchstehen. Ein 55-jähriger Rumäne, der erst kurze Zeit zuvor bedingt aus einer Haft entlassen worden war, kletterte über eine Leiter in ihr Haus. Dort attackierte er die wehrlose 74-Jährige, als sie nach Hause kam: Zuerst schlug er auf sie ein, dann fesselte er sie mit Händen und Füßen an einen Sessel.

Während die Frau hilflos verharren musste, durchstöberte der 55-Jährige das Haus nach Geld, Schmuck und Wertgegenständen.

Anfang des Jahres ging der Serientäter Beamten des Landeskriminalamts ins Netz. Der vielfach Vorbestrafte musste sich wegen des Raubes und wegen mehrerer Einbruchsdiebstähle am vergangenen Montag am Landesgericht Wiener Neustadt verantworten.

Er hatte es offensichtlich nicht darauf angelegt, die Frau zu überfallen: Sie kam vom Einkaufen zurück in ihre Villa und überraschte den Täter. Der „begrüßte“ die Pensionistin mit einem Faustschlag ins Gesicht. Polizisten sprechen dabei noch von „Glück“, es hätte dramatischer enden können. Die Versicherung der Pensionistin ersetzte ihr den Schaden in der Höhe von 14.000 Euro.

Mit Schraubenzieher zugestochen

Der Raubüberfall reichte dem in seiner Heimat 18-fach vorbestraften Angeklagten offensichtlich nicht aus, er beging mindestens zehn weitere Einbrüche rund um Wien. Im Bezirk Tulln soll es zu einem weiteren Eklat gekommen sein, der für das Opfer knapp glimpflich ausgegangen ist: Der Rumäne soll in St. Andrä-Wördern im Bezirk Tulln bei einem Einbruch dem Hausbesitzer im Zuge eines Gerangels einen Schraubenzieher geschnappt und diesen in den Hals des Opfers gestochen haben. Danach soll er die Flucht ergriffen haben.

Die Polizei sicherte die DNA-Spuren und konnte den 55-Jährigen im Februar in Rumänien festnehmen. Der Angeklagte war geständig, er wurde zu acht Jahren Haft verurteilt (nicht rechtskräftig).